Die Höllentalklamm musste aufgrund erheblicher Unwetterschäden gesperrt werden. Jetzt ist sie wieder geöffnet.

Update vom 23. Juni

Die Unwetter Mitte Juni wüteten in Grainau, Landkreis Garmisch-Partenkirchen so stark, dass Brücken und Wege in der Höllentalklamm zerstört wurden und eine Begehung der Klamm unmöglich machten.

Nun ist die Höllentalklamm wieder geöffnet, die Zugänge über Hammersbach und Stangensteig sind allerdings noch gesperrt. 

61 Wanderer ausgeflogen

Einsatzkräfte nutzten eine kurze Regenpause am Sonntag (14.06), um zur Höllentalangerhütte zu fliegen. Dort saßen 61 Wanderer fest, für die ein Abstieg aufgund der zerstörten Wege zu gefährlich geworden wäre. Ein Transporthubschrauber der Bundespolizei und ein Polizeihubschrauber flogen die Wanderer innerhalb einer Stunde zurück ins Tal.

Hier unsere Fotogalerie zum Bau der neuen Höllentalangerhütte:

Zwischenzeitlich galt in Grainau sogar der Katastrophenfall, um die Rückholaktion problemlos durchführen zu können. 

Die Wege von Hammersbach aus in Richtung Höllentalklamm sind derzeit gesperrt. Sicherungsseile und Geländer in der Klamm seien erheblich beschädigt worden, so Bernhard Ostler, Klammreferent der Sektion Garmisch-Partenkirchen des Deutschen Alpenvereins gegenüber dem BR.

Es könnte weiterhin zu Geröll- oder Murenabgängen kommen. Zudem sind viele Straßen und Wege durch umgestürzte Bäume und Geröll blockiert und eine Brücke wurde weggespült. Das Betreten der Höllentalklamm schätzt der Alpenverein derzeit als lebensgefährlich ein. Wann die Klamm wieder zugänglich sein wird, ist derzeit noch unklar.

Die neue Brücke in der Klamm wurde erst vor Kurzem fertiggestellt. Ob sie durch die Unwetter beschädigt wurde, ist noch nicht bekannt. 

Murenabgänge in Hammersbach

Die Unwetter trafen aber nicht nur die Bergregion. Im Grainauer Ortsteil Hammersbach kam es zur Evakuierung von etwa 250 Menschen. Die Hammersbach war hier überflutet und es kam zu mehreren kleinen Murenabgängen. 

Verletzt wurde aber niemand, die Anwohner durften bereits wieder in ihre Häuser zurück. Das Ausmaß des Schadens soll am Montag (15.06) begutachtet werden.

Rund 200 Einsatzkräfte von Feuerweht, Polizei, Wasser- und Bergwacht und Rettungsdienst aus der Umgebung waren im Einsatz. 

Hier unsere Fotogalerie der Tour "Vom Höllental auf die Zugspitze": 

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