Ist im bayerischen Alpenraum Bergsport wieder offiziell erlaubt? Und wie sieht es mit Touren in Österreich aus? Die Fakten im Überblick.

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+++ Die Einreise nach Südtirol soll ab 3. Juni über Österreich möglich sein. +++ Grenzen sollen ab dem 15. Juni wieder öffnen. +++ Lockerung von Grenzkontrollen ab 16. Mai. +++ Allgemeine Ausgangsbeschränkungen in Bayern aufgehoben. +++ DAV: Wanderungen sind wieder möglich. +++ Alpenverein veröffentlicht Empfehlungen für Bergsportler. +++

Update vom 27. Mai 2020

Wie der Landeshauptmann von Südtirol, Arno Kompatscher, am 26. Mai auf einer Pressekonferenz in Bozen bestätigte, wird die Einreise nach Italien über Österreich ab dem 03. Juni wieder möglich sein. Auch Privatpersonen aus Deutschland sollen von der neuen Regelung profitieren. 

Der Transit durch die Alpenrepublik muss jedoch ohne Zwischenaufenthalt erfolgen, Tankstopps und kurze Pausen seien aber - laut Informationen des Presseportals Südtirol - erlaubt. 

Für die Durchreise durch Österreich soll ein einfacher Buchungsbeleg genügen. "Ich kann garantieren, dass die Urlauber problemlos bei uns ankommen", so Landeshauptmann Kompatscher gegenüber dem Münchner Merkur.

Außerdem sei geplant, Urlaubsgästen in Südtirol einen gratis Corona-Test anzubieten. Dieser sei nicht verpflichtend, sondern als besondere "Serviceleistung" zu sehen, wie Kompatscher im Radiosender Rai 1 erläuterte. 

Seit dem 25. Mai sind in Südtirol Beherbergungsbetriebe und Seilbahnen wieder geöffnet; einige vom Alpenverein Südtiol unterhaltene Schutzhütten haben bereits am 23. Mai wieder den Betrieb aufgenommen. 

Update vom 13. Mai 2020

Seit Mitte März sind die Grenzen zu Österreich dicht, nur für den Güterverkehr sowie Berufspendler gibt es Ausnahmen. Das soll sich nun ändern. Wie die österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstinger mitteilte, sollen die Grenzen zu Deutschland ab dem 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden.

Auf dieses Datum hätte sich der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz mit seiner deutschen Amtskollegin Angela Merkel in einem Telefongespräch am Abend des 12. Mai geeinigt. Damit ist auch der private Reiseverkehr ab Mitte Juni wieder möglich.

Wie Bundesinnenminister Horst Seehofer am Mittag nach einer Sitzung des Kabinetts ankündigte, werden die Kontrollen an Deutschlands Außengrenzen ab dem 16. Mai vorsichtig gelockert; ab dem 15. Juni soll dann nach der Vorstellung der Bundesregierung ein nahezu komplett freier Reiseverkehr möglich sein.

Voraussetzung dafür sei allerdings, so Seehofer, dass das "Infektionsgeschehen so günstig weiterläuft, wie wir das in diesen Tagen erleben dürfen."

Update vom 05. Mai 2020

Die Bayerische Staatsregierung hat am 05. Mai weitere Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen beschlossen. Ab dem 06. Mai entfällt die allgemeine Ausgangsbeschränkung.

 "Die bestehende Kontaktbeschränkung und das Distanzgebot gelten fort. Jeder ist demnach angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. Ansammlungen im öffentlichen Raum bleiben verboten", wie es auf der Website des Innenministeriums heißt. 

"Kontaktfreier Individualsport mit Abstand" ist im Freistaat ab dem 11. Mai offiziell wieder zugelassen; Training und Wettkämpfe in Mannschaftssportarten bleiben aber weiterhin verboten.

Vor dem Hintergrund der neuen Regelungen in Bayern rückt auch der Deutsche Alpenverein von seiner bisherigen Position ab. Bislang hatte der DAV Bergsportlerinnen und Bergsportler dazu aufgerufen, auf Bergtouren zu verzichten. Nun rät man nicht mehr generell von Touren ab, appelliert aber weiterhin, sich bei der Tourenplanung (noch) "zurückzuhalten". 

"Ich bin sehr froh, dass die Bergsportgemeinde mit ihrem Verzicht in den letzten Wochen zur Eindämmung des Corona-Virus beigetragen hat. Jetzt befinden wir uns in einer entscheidenden Phase. Es geht darum, gewonnene Freiheiten so zu nutzen, dass eine neuerliche Zunahme der Ansteckungen verhindert wird", so DAV-Präsident Josef Klenner. 

In enger Zusammenarbeit mit anderen alpinen Vereinen hat der DAV ein Richtlinienpapier für den deutschen Alpenraum ausgearbeitet:

Bei Einhaltung wichtiger Grundregeln spricht von Seiten des Alpenvereins auch nichts gegen Bergsteigen, Felsklettern, Mountainbiken & Co. -"soweit nicht Bundesland-spezifische Verbote dagegenstehen". Mehr zu den Empfehlungen findet ihr hier.

Zwar dürfen ab dem 30. Mai - unter strengen Auflagen - in Bayern wieder Hotel- und Beherbergungsbetriebe öffnen (in Österreich einen Tag früher), "wie ein Hüttenbesuch in diesem Sommer möglich sein wird, können wir momentan leider noch nicht sagen", teilt der DAV auf seiner Website mit.

Momentan seien die Behörden noch damit beschäftigt, Richtlinien und Auflagen für Hotel- und Gastronomiebetriebe zu erarbeiten. Ob und in welcher Form diese dann auch für die Alpenvereinshütten gelten, könne man allerdings zum momentanen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Update vom 30. April 2020

Der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD) reagiert auf die für Mai angekündigten Lockerungen der Corona-Maßnahmen in der Alpenrepublik und "geht [...] von seinen bisherigen Appellen ab und setzt auf die Eigenverantwortung der Bergsportler und Bergbegeisterten", wie es auf der Website des ÖBRD heißt.

Man habe in Zusammenarbeit mit allen Landesorganisationen Empfehlungen für drei Bereiche ausgearbeitet:

  • 1. Bei der Tourenplanung gilt es die längere Aktivitätenpause zu berücksichtigen. Alpine Unternehmungen sollten eher moderat und nicht an der Leistungsgrenze angelegt werden.

  • 2. Auch am Berg gelten die gleichen Hygiene- und Abstandsregeln wie im gesamten Breitensport. Je höher die Atemfrequenz und die Windgeschwindigkeit, desto größer der Abstand zueinander.

  • 3. Es wird empfohlen, nur bei vollständiger Gesundheit Outdooraktivitäten zu unternehmen.

© ÖBRD

Ab 01.Mai dürfen in Österreich Outdoor-Sportstätten offiziell wieder öffnen. Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler gab in diesem Zusammenhang jedoch zu Bedenken, dass das neue Corona-Maßnahmengesetz "kein Freibrief für exzessiven Outdoor-Sport" sei. 

Auf die Einhaltung der geltenden Abstands- und Sicherheitsmaßnahmen müsse auch beim Outdoorsport weiter geachtet werden.

Update vom 29. April 2020

Auf die große Sella-Runde oder das verlängerte Hochtourenwochenende im Wallis werden Bergfreunde aus Deutschland wohl noch etwas länger verzichten müssen.

Das Bundeskabinett hat - auf Vorschlag des Auswärtigen Amtes - die zunächst befristete Warnung vor touristischen Reisen ins Ausland bis mindestens 14. Juni verlängert.

Vor Ablauf der Frist soll die Lage - auch in enger Abstimmung mit den EU-Nachbarländern - neu bewertet werden. Die offizielle Reisewarnung ermöglicht es, dass bereits gebuchte Reisen (etwa zu Pfingsten) kostenlos storniert werden können.

Bei einer Reisewarnung handelt es sich formal nicht um ein Verbot, sondern lediglich um eine Empfehlung. Dennoch sind Reisen auch innerhalb Europas derzeit so gut wie nicht möglich. Nahezu alle Mitgliedsstaaten des Schengener Abkommens haben ihre Grenzen für Touristen geschlossen; Bergtouren in Österreich, Frankreich, der Schweiz, Italien oder Slowenien zu unternehmen, ist demnach für deutsche Bergsportler*innen - unabhängig der in jeweiligen Ländern geltenden Ausgangsbeschränkungen - derzeit nicht möglich.

An diesem Zustand wird sich in den nächsten Monaten wahrscheinlich auch nichts ändern. Zwar hoffe man, dass die Reisebeschränkungen zumindest innerhalb Europas wieder sukzessive zurückgefahren werden könnten, so Thomas Bareiß, der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, gegenüber dem BR. 

Hoffnung, den Sommerurlaub in einem der europäischen Nachbarländer verbringen zu können, wollte Bareiß aber nicht machen. "Ich glaube, dass dieses Jahr wirklich Heimaturlaub angesagt ist."

Etwas anders sieht man dies in Österreich. Vor allem Tourismusministerin Elisabeth Köstinger spricht sich nach Medienberichten für eine Lockerung der Reisebeschränkungen auf bilateraler Ebene aus, um etwa den Reiseverkehr zwischen Deutschland und Österreich wieder zu ermöglichen. 

Nach Schätzungen von Experten müssten bis zu zwei Drittel der heimischen Beherbergungsbetriebe schließen, wenn diesen Sommer die Touristen aus Deutschland ausbleiben würden.

Ob, wann und in welcher Form auf den über 720 Schutzhütten der alpinen Vereine in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Südtriol wieder der Betrieb aufgenommen werden kann, ist weiterhin offen.

Update vom 22. April 2020

In Österreich wird die spezielle Quarantäneverordnung für die Gemeinden Paznaun, St. Anton und Sölden ab dem 23. April aufgehoben. 

"Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen in unserem Land, und speziell auch in den Quarantänegebieten, ist sehr positiv. In den letzten 12 Tagen waren im gesamten Paznauntal, in St. Anton und in Sölden nur mehr 10 neue positive Testungen zu verzeichnen. Aus diesem Grund ist es nach Rücksprache mit den medizinischen Expertinnen und Experten zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr rechtfertigbar, die Gebiete weiter über das Bundesregime hinaus zu isolieren", so die Begründung der Tiroler Landesregierung.

In Bayern prüft man die Möglichkeit, weitere Freizeitsportarten zuzulassen. 

"Derzeit arbeiten wir an einem Konzept für die Freigabe weiterer Sportarten ab circa Anfang Mai. Wir wollen den Menschen so viele Sportarten wie möglich erlauben. Dabei werden wir das aktuelle Infektionsgeschehen aber sehr genau im Blick behalten. Im Zweifel geht der Infektionsschutz vor", erklärte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann am 21. April.

Update vom 14. April 2020

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat erste Lockerungen der strengen Corona-Maßnahmen angekündigt. Demnach dürfen ab dem 14. April unter anderem Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von unter 400 Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Ab 02. Mai sollen dann alle Geschäfte in Österreich wieder öffnen dürfen. Die Ausgangsbeschränkungen bleiben bis dahin aber im Wesentlichen in Kraft.

In Tirol stehen nur noch drei Regionen unter Quarantäne: Im Paznauntal, Sölden und St. Anton am Arlberg wurden die Quarantäneverordnungen bis 26. April 2020 verlängert. 

Andernorts gelten nun auch im Bundesland Tirol für den Bereich Sport und Freizeit folgende Verhaltensmaßregeln:

  • Darf ich spazieren gehen? Ja, aber nur alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren. Sofern Sie anderen Personen begegnen sollten, muss dabei ein Abstand von zumindest einem Meter eingehalten werden. Der Appell lautet auch weiterhin, die sozialen Kontakte weitestgehend einzuschränken.

  • Darf ich mit meinem Auto auch in die Nachbargemeinde fahren, um dort spazieren zu gehen? Ja, aber nur alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren.

  • Darf ich auf den Berg gehen (Skitouren/Wanderungen)? Bitte beachten Sie, dass Sportarten im hochalpinen Gelände mit hohem Verletzungsrisiko einhergehen – hinsichtlich Skitourengehen, Klettern, Rennradfahren, Mountainbiken (auch mit E-Bikes), etc. gilt weiterhin der dringliche Appell des Landes, diese zu unterlassen. Die Einsatzkräfte sollen sich nicht noch zusätzlich um vermeidbare Freizeitunfälle kümmern müssen bzw. sollen die Kapazitäten im Gesundheitssystem geschont werden.

In der"Bayerischen Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie"vom 24. März 2020 heißt unter anderem: 

"Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt (§1,4). Triftige Gründe sind insbesondere (§1,5): [...] Sport und Bewegung an der frischen Luft, allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung" (§1,5g).

Auf der Website des Bayerischen Innenministeriums wird zu den wichtigsten Fragen bezüglich der seit dem 21. März in Kraft getretenen Ausgangsbeschränkungen genauer Stellung genommen. Hinsichtlich sportlicher Aktivitäten im Freien heißt es da: 

  • Bleiben Sport und Spazierengehen an der frischen Luft erlaubt? Ja. Sport, Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft sind gestattet. Allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung. Bitte halten Sie Abstand. Das bedeutet nicht, dass längere Aufenthalte im Freien (z.B. Picknicks im Park, längeres Verweilen auf Parkbänken usw.) erlaubt sind! Gehen Sie möglichst zügig zurück in Ihre Wohnungen, nachdem Sie frische Luft geschnappt haben!. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Mitmenschen und stellen Sie eigene Interessen zurück!

  • Darf ich einen Ausflug an Seen und in die Berge machen? Unter dem Aspekt des Gemeinwohls möchten wir Sie bitten, zu Hause zu bleiben bzw. Bewegung an der frischeren Luft in der unmittelbaren näheren Umgebung durchzuführen. Es wird dringend davon abgeraten, am Wochenende Ausflüge in die Berge zu unternehmen. Bitte denken Sie dabei auch an den Schutz unserer Einsatzkräfte, z. B. Polizei, Rettungskräfte, Bergwacht, Wasserwacht! Bleiben Sie daheim! Es geht darum, die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und eine Überlastung des Gesundheitssystems mit zahlreichen Toten zu verhindern.

Ein explizites Verbot von Ski-, Mountainbike- oder Wandertouren existiert für den bayerischen Alpenraum aber nicht!

Massive Einschränkungen in Tirol

Anders sieht die Lage in Tirol aus. In dem österreichischen Bundesland sind sportliche Aktivitäten im Gebirge grundsätzlich verboten. Aber nicht nur das. Auch Radfahren und Joggen in der näheren Umgebung des eigenen Wohnsitzes fallen unter das Verbot; Spaziergänge sind nur in engem Rahmen erlaubt. Dazu heißt es auf der Website des Landes Tirol

"Grundsätzlich müssen Spaziergänge und Aufenthalte im Freien auf ein Minimum reduziert werden. Sollten Sie 'frische Luft schnappen' wollen, dann nur alleine oder mit Menschen aus demselben Haushalt. Spaziergänge mit Freunden und Bekannten sind nicht erlaubt, Spazierengehen/Wanderungen über die Gemeindegrenze sind ebenso nicht gestattet."

Bei Nichtbeachtung drohen - laut Verordnung des Tiroler Landeshauptmannes vom 20. März 2020 - empfindliche Strafen. "Wer dieser Verordnung zuwiderhandelt, begeht gemäß § 3 Abs. 3 COVID-19-Maßnahmengesetz eine Verwaltungsübertretung und ist mit Geldstrafe von bis zu 3.600,- Euro, im Fall ihrer Uneinbringlichkeit mit Freiheitsstrafe bis zu vier Wochen, zu bestrafen."

Auch in Bayern werden Verstöße geahndet. Dazu hat das Bayerische Gesundheitsministerium am 27. März 2020 einen Bußgeldkatalog erlassen. Das "Verlassen der eigenen Wohnung ohne Vorliegen triftiger Gründe" kann demnach wie auch die Nichteinhaltung des vorgeschriebenen Mindestabstands mit einem Bußgeld von 150,00 Euro geahndet werden.

Unabhänging von den geltenden Bestimmungen in den jeweiligen Ländern rufen die alpinen Vereine und Bergrettungsdienste einstimmig dazu auf, derzeit nach Möglichkeit auf Bergtouren zu verzichten.

Wenn es wieder in die Berge geht, solltet ihr auf alle Fälle folgende Empfehlungen beachten:

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28 Kommentare

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gespl

Touren ja aber jeder muss einzeln im Auto anreisen? Was passiert wenn man mit einer haushaltsfremden Person von München nach Garmisch fährt?

Thomas

Egoistisch vielleicht ja, aber sind wir das nicht alle? Ich denke es geht vielmehr darum, dass sinnvolle Maßnahmen gestzt werden. Ich verstehe auch nicht warum ich wenn ich in österreich wandern gehe und dann wieder nach deutschland zurückkehre ich theoretisch 2 Wochen in Quarantäne müsste, wo doch das Infektionsrisiko (wenn es in den Bergen überhaupt eines gibt) in Österreich geringer ist als das in Deutschland.

Michaela. metzke@gmail.com

Schade dass viele Leute es immer noch nicht kapiert haben. Sinnlose und Egoistische Diskusionen hier.

Camilla Kolibri auf unserer Facebook-Seite

Ich will im eigenen Land auf die Berge gehen können. Und wenn das nicht bald möglich wird, und zwar offiziell, dann dreh ich durch!

bergkristall

Große Zustimmung zu meinen Vor-Kommentatoren/innen!

Ich frage mich, was ansteckungstechnisch der Unterschied sein soll, ob man mit dem Radl (bereits gemacht!) oder dem Auto in die Berge fährt:
Was eine (unwahrscheinliche) Infektion angeht keiner - aber als Autofahrer hat man ein Kennzeichen hinterdran und wird viel leichter als "landkreisfremd" erkannt - insbesondere sonntags, wenn "einkaufen" und " "in die Arbeit fahren" als Grund entfällt. Damit muß man viel leichter mit einer Anzeige rechnen. Das ist der Unterschied!

Zu den gesperrten Wanderparkplätzen, die ich auch sehr ärgerlich finde, hatte ich vor kurzem im "Traunsteiner Tagblatt" gelesen, daß sich die Gemeinden dort untereinander sogar nicht einig sind: Die einen sperren bewußt ab, die anderen lassen bewußt offen - ein Durcheinander ist das!

Sich gesundheitsbewußt zu verhalten und (leichte) Wanderungen in den Bergen zu unternehmen ist (de facto) verboten, sich aber vor lauter Frust abends daheim zu besaufen ist erlaubt!
Was für eine verkehrte Welt ist das!

jochen

hallo johann
ich bin absolut deiner meinung und triffst den nagel auf den kopf.
wie können wir das verhindern, frage ich mich? es gibt leider viel zu viele menschen die das nicht checken. der mundschutz als symbol des verbotes der meinungsfreiheit, verordnet wie das tragen der armbinden seinerzeit.
ich bin zu tiefst geschockt, dass wir das alles mit uns einfach so machen lassen.
wo sind denn die ganzen anwälte, die sonst wegen jeder kleinigkeit eine abmahnung loss lassen. wieso verteidigen die nicht endlich unsere demokratie!!!

Lissie

Es geht darum, Ansteckung zu verhindern, nicht wahr? Ich würde gerne wissen, wo die Gefahr einer Ansteckung liegt, wenn ich mit meinem Hund in die Berge gehe, wenn ich direkt an der Grenze Bayern/Österreich wohnend, wie bisher in Österreich wandere, einkaufe, tanke, zum Baden gehe...Skitouren wurden mir ja bereits genommen. Ich möchte auch wissen, wo die Gefahr der Ansteckung liegt und für wen sie besteht, wenn ich in meinem Auto nach Ostfriesland fahre und dort am Strand spazieren gehe...
Einsperren und Verbieten... helfen gegen das Virus nicht..auch nicht gegen die, die noch kommen werden...Bewegung, Sport in der Natur fördert das Immenssystem und nur ein gutes Immunsystem schützt gegen Viren.

Kalle

Das Argument, dass man die Rettungsdienste überlastet ist lächerlich. Die Krankenhäuser sind leer.
Die Regierung übt psychologischen Druck aus.
Auf in die Berge!
SUNDAYS FOR FREEDOM!

Rüdi

Liebe Sonja, das verstehst Du richtig. Sport und Bewegung an der frischen Luft sind erlaubt - auch in den Bergen. Weil das so ist, haben viele Gemeinden in Alpennähe, z.B. Oberstdorf, ihre Wanderparkplätze abgesperrt und „das Wanderwegenetz geschlossen“. Fakten schaffen, weil einem die Rechtslage nicht passt; so etwas bezeichnet man auch als vorauseilenden Gehorsam oder schlicht als Schikane gegenüber Bergfreunden, die kein Geld in der Gemeinde lassen (können). Ein anderes Thema ist, ob bei einer Polizeikontrolle der Beamte/die Beamtin Deine Bergtour als „Sport und Bewegung an der frischen Luft“ und damit als triftigen Grund, das Haus zu verlassen anerkennt. Dazu gibt es ein schlimmes Interview mit dem Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Huber (siehe Internet bei Merkur.de). Bekommst Du ein Ticket, musst Du dagegen gerichtlich vorgehen. Das ist zwar mühsam, aber erfolgversprechend. Viele wollten sich diesem Risiko nicht aussetzen und sind zuhause geblieben.

Sonja

Verstehe ich das richtig dass offiziell nur "dringend davon abgeraten" wird, es aber nicht unter Strafe steht wenn ich für meine sportliche Betätigung und Bewegung an der frischen Luft ins bayerische Voralpenland fahre und einen leichten Hügel oder Berg besteige? Selbstverständlich unter dem Aspekt der Sicherheit was Unfallgefahr betrifft, aber das halte ich immer ein. Und über eine Wurzel stolpern kann ich auch an der Isar. Und, ganz ehrlich, die Ansteckungsgefahr wird dort wesentlich weniger sein als an der Isar wo 1,5m Sicherheitsabstand kaum möglich sind...
Wäre cool wenn mir jemand sagen könnte ob mich ein Ausflug in die Berge 150EUR kosten könnte oder nicht, weil es nicht verboten ist sondern nur abgeraten wird.... Danke, bleibts gsund!

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