Italienisches Unternehmen stellt Teile der Produktion im Val di Fiemme um.

Vor knapp zwei Wochen wurde bekannt, dass die Oberalp Gruppe und seine Bergsportmarke Salewa Teile der Produktion umstellt, um für den Kampf gegen die Corona-Pandemie benötigte Schutzmasken herzustellen.

Auch das italienische Outdoor-Unternehmen La Sportiva, das Schuhe und Kleidung für Bergsportler produziert, informiert die Öffentlichkeit aktuell in einer Pressemitteilung, dass im Val di Fiemme ein Teil der Mitarbeiter nun Gesichtsmasken her.

In der Mitteilung heißt es unter anderem wörtlich:

"Bereits eine Woche vor dem entsprechenden Ministerialerlass, der die Schließung von Fabriken für nicht lebensnotwendige Waren vorgeschrieben hat, hatte La Sportiva seine Produktionsanlagen vollständig stillgelegt. Jetzt wird ein Teil der für das Schneiden und Nähen von Materialien wie Leder und Gummi bestimmen Anlagen für die Herstellung von Atemschutzmasken und Kitteln im Dienst des Zivilschutzes von Trento umfunktioniert.

Bereits am vergangenen Freitag wurden die ersten Prototypen hergestellt und noch in dieser Woche werden dank der von den Trentiner Unternehmen Vagotex und Texbond gelieferten technischen Gewebe die ersten 1000 Stück pro Tag produziert. Ziel ist es, bei voller Produktionsfähigkeit 3000 Masken täglich herstellen zu können. 

In der Fabrik in Ziano di Fiemme, die normalerweise 369 Personen beschäftigt und in der etwa 2000 Paar Schuhe pro Tag produziert werden, arbeiten derzeit 8 Personen, darunter Arbeiter und F&E-Techniker an Prototypen der Masken, die den vom Istituto Superiore della Sanità in Turin geforderten Standards entsprechen. Die bereits angelaufene Produktion wartet nun auf die offizielle Zertifizierung zur Aufnahme des Vertriebs."

Lorenzo Delladio, CEO & Präsident von La Sportiva, wird in der Meldung zitiert:

"Mit großem Verantwortungsbewusstsein haben wir zunächst zu den gemeinsamen Bemühungen beigetragen, die Ansteckung einzudämmen, indem wir unsere Produktionsstätten im Voraus geschlossen haben. Jetzt treten wir der zweiten Phase der Notlage entgegen. Um dies zu tun, haben wir uns mit den entsprechenden Rohstoffen ausgestattet, um eine erste Charge von 55.000 Masken herzustellen, die über Allergo System in Rovereto an den Katastrophenschutz in Trento gelangen wird.

Gleichzeitig versuchen wir, weitere Materialien zertifizieren zu lassen, damit wir auch mit Schutzanzügen und anderen Komponenten zu einer viel größeren Produktion übergehen können. Wir hoffen, dass dies dazu beiträgt, die Hunderte von Mitarbeitern des Gesundheitswesens, die im Trentino arbeiten und die heute unsere ganze Unterstützung benötigen, zu schützen."

Ihr sitzt zu Hause und überlegt, wie Ihr Euch kletter- und bergmäßig fit halten könnt? Hier ein paar (nicht ganz ernst gemeinte) Vorschläge in unserer Social-Media-Slideshow:

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