Italien weitet Einschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit auf das ganze Land aus.

Im Kampf gegen das sich das rasch verbreitende Coronavirus hat sich die italienische Regierung zu einem drastischen Schritt entschlossen.

Erklärte ganz Italien zur Sperrzone: Premierminister Giuseppe Conte.

| © Imago / Insdefoto

"Es wird keine roten Zonen mehr geben [...]. Es wird eine einzige Schutzzone Italien geben", so Premierminister Giuseppe Conte zu dem Beschluss seiner Regierung, ab Dienstag die Einschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit auf das ganze Land auszudehnen.

Die angeordneten Maßnahmen haben auch direkte Auswirkungen auf den Wintertourismus im Land. In einer Pressemitteilung wurde von Dolomit Superski, dem offiziellen Verbund der Dolomiten-Skigebiete Kronplatz, Alta Badia, Gro¨den/Seiser Alm, Val di Fassa/Carezza, Arabba/Marmolada, 3 Zinnen Dolomiten, Val di Fiemme/Obereggen, San Martino di Castrozza/Rollepass, Gitschberg Jochtal-Brixen, Alpe Lusia/San Pellegrino und Civetta, mitgeteilt, dass ab 10. März der Liftbetrieb eingestellt werde. 

Aber nicht nur das. Ab spätestens Mittwoch sollen sämtliche Beherbergungsbetriebe und Seilbahnen in ganz Südtirol schließen. Damit ist die Wintersaison in der beliebten Urlaubsregion frühzeitig beendet. 

"Die Gesundheit der Gäste, aber auch der Südtiroler Bevölkerung und der Mitarbeiter steht absolut im Vordergrund", erklärte Manfred Pinzger.

Der Präsident des Hotelier- und Gastwirteverbands Südtirol (HGV) sprach sich ferner dafür aus, allen Gästen bei Stornierungswünschen und hinsichtlich Rückerstattungen "möglichst kulant entgegenzukommen."

Ob die Regelungen zu einer "geordneten Heimfahrt aller Touristen" beitragen werden, wie es in der Mitteilung von Dolomit Superski heißt, werden die nächsten Tage zeigen. 

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz kündigte am Dienstagvormittag an, dass die Einreise aus Italien weitgehend gestoppt werden solle; Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich. 

Die Durchreise solle für Touristen aus Deutschland und anderen Ländern allerdings weiterhin möglich bleiben – sofern sie keinen Stop in Österreich einlegen würden.

Neuesten Presseberichten zufolge sollen sich in Italien fast 10.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben, über 460 Personen sind inzwischen an den Folgen der Erkrankung verstorben. 

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