Zwei Niederländer kommen am Rettenbachferner in den Schneemassen ums Leben.

Seit Ende Oktober ist in den Alpen teils erheblich Schnee gefallen. Und die Menge wächst fast täglich weiter, auch im bayerischen Alpenraum. In der Prognose des Deutschen Wetterdienstes für den 12. November heißt es: 

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"Am Abend fällt Richtung Berchtesgadener Alpen vermehrt Schnee mit Neuschneemengen von zunächst meist 1 bis 5 cm. Die Schneefallgrenze liegt bei rund 800 m, im östlichen Alpengebiet schneit es am Abend bis in die Täler. Trocken mit kurzen Aufhellungen bleibt es am Nachmittag in den Allgäuer Alpen. Die Mittagswerte liegen in den Tälern bei +2 bis +4, in 2000 m um -5 und auf der Zugspitze bei -9 Grad."

Drei Tage vor der offiziellen Eröffnung der Skisaison auf der Zugspitze, türmt sich der Schnee auf Deutschlands höchstem Berg bereits über einen halben Meter hoch. Bis Ende November nehmen dann fast alle Skigebiete den Winterbetrieb auf.

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Abseits gesicherter Pisten ist die Schneedecke derzeit vielerorts noch sehr instabil. Aufgrund der wechselhaften Bedingungen in den vergangenen Tagen mit teilweise starkem Wind und Regenfällen konnte sich eine gefährliche Schwachschicht ausbilden, die schon bei geringer Zusatzbelastung kollabieren kann.

Zwei Niederländern wurde dies am vergangenen Wochenende offenbar zum Verhängnis. Die beiden Männer waren am Samstag in Begleitung eines Bekannten am Rettenbachferner - abseits der gesicherten Piste - in eine Rinne gefahren und hatten dort ein Schneebrett ausgelöst. 

Während sich ihr 54-jähriger Begleiter noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, wurden die beiden 33 und 39 Jahre alten Skifahrer - von denen einer nach Polizeiangaben noch seinen Lawinenairbag auslösen konnte - von den Schneemassen mehrere Meter tief begraben.

Die zwei Verschütteten konnten von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden.

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