Aufgrund des schönen Herbstwetters zog es in den vergangen Tagen wieder viele Menschen ins Gebirge. Dabei ereigneten sich mehrere tödliche Unfälle.

Tödlicher Unfall am Säntis

Bei einer Bertour auf den Säntis (2501 m) im Alpsteinmassiv kam am Samstag ein 42-jähriger Mann ums Leben. Der Schweizer war laut Augenzeugenberichten auf einem verschneiten Weg ausgerutscht und daraufhin einen steilen Abhang rund 100 Meter abgestürzt. Für den Einzelgänger kam jede Hilfe zu spät.

Felssturz mit fatalen Folgen

Beim Abstieg von der Bischofsmütze (2458 m) im Dachsteinmassiv waren am Samstag zwei 20- und 21-jährige Männer vom Weg abgekommen. Als der jüngere der beiden um einen Felsblock klettern wollte, löste sich dieser und riss den Kletterer rund 70 Meter mit in den Abgrund. Die wenig später eintreffenden Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Verunglückten feststellen. 

Frau stürzt am Gaisalphorn in den Tod

Bei einer Tour auf das Gaisalphorn (1953 m) in den Allgäuer Alpen kam am Samstag eine Bergwanderin ums Leben. Die 54-Jährige verlor bei einer versicherten Passage den Halt und stürzte ca. 50 Meter in die Tiefe. Sie erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Die Angehörigen der Frau wurden von einem Rettungshubschrauber ins Tal geflogen und dort von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Tödlicher Absturz am Ischler-Klettersteig

Beim Zustieg zum Ischler-Klettersteig auf der Katrinalm bei Bad Ischl war am Freitag ein Mann aus Traun auf einem mit Felsen und Wurzeln durchsetzten Weg ausgerutscht und rund 70 Meter in die Tiefe gestürzt. Seine beiden Begleiter benachrichtigten daraufhin sofort die Bergrettung, die den Verunglückten mithilfe eines Taus geborgen werden konnte. Der 44-Jährige erlag wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

63-Jährige stürzt in den Tod

Für ein Ehepaar aus Baden-Württemberg endete eine Wanderung im Wettersteingebirge tragisch. Die Eheleute befanden sich gerade oberhalb der Höllentaleingangshütte auf dem sogennanten "Stangensteig" im Abstieg, als die 63-Jährige vor den Augen ihres Mannes ausrutschte und rund 100 Meter in die Tiefe stürzte. Ihr Ehepartner verständigte umgehend die Bergrettung. Für seine Partnerin kam jedoch jede Hilfe zu spät: Die Frau erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Schwerer Kletter-Unfall in den Dolomiten

Bei einer Klettertour am "Traumpfeiler" nahe Wolkenstein hat sich am Freitag ein Unfall ereignet. Bei einem Sturz ins Seil hatte sich eine 25-jährige Österreicherin schwerste Verletzungen zugezogen. Die Kletterin wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Bozen geflogen.

Aufwändige Rettungsaktion am "Pidinger"

Trotz widriger Bedingungen war am Donnerstag eine 37-jährige Frau aus Schwaben in den äußerst ansprichvollen Pidinger-Klettersteig eingestiegen. Bei einem Überhang in der Gipfelwand kam die Alleingängerin nicht mehr weiter und setzte einen Notruf ab. Zunächst stieg der Hüttenwirrt des nahen Reichehaller Hauses bei Wind und Regen zu der total entkräfteten Schwäbin und versorgte diese. Wenig später konnten die eintreffenden Rettungskräfte die Frau zunächst sicher bis zum Ausstieg des Steiges, dann zum Reichehaller Hauses geleiten können. An dem Einsatz waren insgesamt 17 Frauen und Männer der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger beteiligt.

Einsatz im Höllental

Winterliche Verhältnisse mit schlechter Sicht sorgten dafür, dass ein Pärchen am vergangen Mittwoch im oberen Teil des Höllental-Klettersteigs auf die Zugspitze in Bergnot geriet. "Die 37- und 30-jährigen Bergsteiger waren zwar relativ gut ausgerüstet, hatten aber kein Seil dabei. Somit waren sie in ihrer misslichen Lage gefangen“, so Einsatzleiter Toni Vogg junior von der Bergwacht Grainau auf merkur.de. Die Einsatzkräfte geleiteten die beiden Personen sicher durch teilweise hüfthohen Schnee zur Höllentalangerhütte zurück, wo das Paar die Nacht verbrachte.

0 Kommentare

Kommentar schreiben