Brite schleppt Hometrainer auf höchsten Berg der Alpen.

Seit Monaten schleppt Matthew Paul Disney eine rund 26 Kilogramm schwere Rudermaschine durch die Gegend. Nicht zum Spaß, sondern - natürlich! - für einen guten Zweck, wie der britische "Extremsportler" beteuert.

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Auch in den Bergen niemals "oben ohne" unterwegs: Matthew Paul Disney

| © facebook.com/DisneyRM

Nachdem der ehemalige Marinesoldat sein Sportgerät bereits auf den Snowdon (1085 m), den höchsten Berg von Wales, sowie den 1345 Meter hohen Ben Nevis, seines Zeichens der höchste Gipfel Schottlands und Großbritanniens, getragen hatte, wartete nun der Mont Blanc auf den 36-Jährigen.

"Ich wollte schon immer einmal den Mont Blanc besteigen. Gibt es dafür eine bessere Gelegenheit als im Rahmen meiner Challenge?" Für Disney offensichtlich nicht, und so machte sich der Brite über den Normalweg auf in Richtung Gipfel.

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© facebook.com/DisneyRM

Auf 4362 Metern war dann Schluss. Laut Disney habe er die Tour aufgrund schlechter Wetterbedingungen abbrechen müssen und die Rudermaschine in der nicht bewirtschafteten Vallot-Hütte deponiert. Von dort wolle er sie so schnell wie möglich abholen, wenn die französischen Behörden ihn denn nur ließen.

Diese hatten den Briten zwar erlaubt, den höchsten Berg der Alpen mit seinem Rudergerät zu besteigen; für den Abstieg habe er aber keine neue Genehmigung erhalten, gab Disney an. 

Jean-Marc Peillex sieht das anders. Disney habe die Tour aufgrund totaler Erschöpfung frühzeitig beenden müssen, so der Bürgermeister von Saint-Gervais-les-Bains, der erst kürzlich die Einführung einer Obergrenze für Besteigungen auf den Normalweg durchsetzen konnte. 

Die Rudermaschine müsse nun mit einem Helikopter von der Vallot-Hütte abtransportiert werden. Die Bergekosten würden sich auf über 1800 Euro belaufen, so Peillex.

Auf welchem Weg das Sportgerät nun zu Tal befördert wird, werden vielleicht die kommenden Tage zeigen: Dann möchte sich Disney mit Peillex in Chamonix treffen.

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8 Kommentare

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HiAr574

Bei 3sat lief eine Reportage, in der es um leicht- & unsinnige Ideen von (Möchtegern)Bergsteigern auf dem Mont Blanc ging. Einem Mitglied der Weißen Brigade zufolge wurde das Rudergerät einfach liegen gelassen...schade, dass da jemand im Namen einer Charity-Aktion viel Kraft und Willen und so wenig Grips und Weitsicht gezeigt hat. Aufmerksamkeit um jeden Preis, kein Respekt vor der Natur des Berges.

renbe

Also, das ist - auch für Charity - nicht notwendig und verrückt. Charity ist es nicht - die kann man auch anders organisieren -, nein es ist der Handelnde selbst, den es antreibt.
Der andere Aspekt: die Berge und die dazugehörende Landschaft werden zusehendst zum Spielplatz irgendwelcher Aktivitäten - und das ist absolut abzulehnen. Das zerstört genau diese Werte und Inhalte der Landschaft,
die den Menschen gut tut.
Also, so eine Aktion hat am MontBlanc - aber auch auf anderen Bergen - schon gar nichts zu suchen !

Ben auf Facebook

@Frederik: Naja, der französische Steuerzahler darf dann die Beseitigung des Mülls zahlen, oder? Selbst wenn man etwas im Guten macht, muss man doch stets die Konsequenzen bedenken und es gehört nichts in die Natur außer vielleicht der eigene Fußabdruck.

Eric Ko auf Facebook

Ich finde das in Ordnung...allerdings neben der Spur das er keine Genehmigung für den Abtransport bekommen hat. Heutzutage muss man leider immer häufiger mit verrückten Sachen Aufmerksamkeit schaffen um auf Wichtiges hinzuweisen. Auch die Jungs von der Feuerwehr finde ich klasse. Das ist mir tausend mal lieber als noch eine hundertste Seilbahn gebaut wird um den bequemen Bergsteiger vom Gipfel zu bringen, oder etwas näher zum Einstieg.

Frederik Zimmermann auf Facebook

@Ben: Das ist eine Charity-Aktion. Der ist auch schon den Nevis hoch. Der Mont Blanc ist zwar eine andere Gewichtsklasse, aber so weit ich weiß ist der im Bilde über das, was er tut. Die Briten ziehen gern mal völlig irre Nummern ab, um Spenden einzuwerben für wohltätige Zwecke.

Bergfreund

Also bitte: Er verspricht, es wieder herunter zu tragen. Herauf getragen hat er es für einen guten Zweck. Eine Rudermaschine in der Höhe als Fitness-Lösung. Was ist denn das Problem? Füf ein Gerät, das unter einer Bank steht und versprochen wieder abgeholt werden soll?
Bürokratie? Vielleicht lieber etwas mehr tatsächlich, als mit Argumenten rudern! Wo bleibt der Sportsgeist? Der Brite würde das Rudergerät freiwillig herunter tragen. Der Bürgermeister aber erlaubt es nicht, beklagt aber gleichzeitig die vom Helikopter zu erwartende Umweltverschmutzung. Wie passt das zusammen? Gar nicht!

FRank Luthe auf Facebook

Naja, was soll man zu denen von der Insel denn noch sagen? Der Brexit zieht sich, wie der BER.

Ben auf Facebook

Das ist leider einfach nur Deppat und jetzt steht der Trainer als Müll oben herum... Oder soll das ein neues Outdoor Höhentraining sein?