Der Tiroler kann am 23. März einen runden Geburtstag feiern.

Heinz Zak, am 23. März 1958 im österreichischen Wörgl geboren, ist ein wahrer Tausendsassa. Nach einer kurzen Laufbahn als Lehrer für Englisch, Physik und Chemie an der Hauptschule in Scharnitz, entschied sich der Tiroler dazu, den sicheren Pädagogenjob an den Nagel zu hängen und fortan als Fotograf und Profikletterer sein Geld zu verdienen. 

Der Tiroler hat Kamera und Karabiner im Alter von 15 Jahren für sich entdeckt, und von Anfang an versucht, beide Leidenschaften miteinander zu verbinden. Dies gelang ihm über die Jahrzehnte hinweg äußerst erfolgreich, wie ein Blick auf die Liste seiner Publikationen zeigt, die beinahe so lang ist, wie die seiner Erstbegehungen.

Auf der Suche nach neuen Routen und Motiven, führte ihn sein Weg in die bedeutensten Klettergebiete der Welt. Seiner Heimatregion, dem Karwendel, ist Zak Zeit seines Lebens treu geblieben (2014 setzte der Tiroler seiner großen Liebe mit dem oppulenten Bildband "Karwendel" ein fotografisches Denkmal). 

Hier entdeckte er das Klettern für sich, hier gelangen ihm im Laufe der Jahre immer wieder spektakuläre Begehungen und Neutouren: "Schlüssel zum Paradies" (Halleranger, 1987), die Speedbegehung dreier Routen in der Laliderer-Nordwand in 16 Stunden (1990) oder die Solo-Überschreitung des Karwendelhauptkammes im Winter in 72 Stunden. 

Meilenstein: Heinz Zak bei der zweiten Free-Solo-Begehung von "Separate Reality" im Jahr 2005.

| © heinzzak.com

Neben dem Karwendel wurde das Yosemite Valley zur zweiten Heimat für den umtriebigen Tiroler. Hier entedeckte Zak Ende der 1970er Jahre das Freiklettern für sich, hier kam er erstmals mit dem Slacklinen in Kontakt, dessen Siegeszug in Europa auch maßgeblich auf das Engagement des Familienvaters zurückzuführen ist, der nach der Jahrtausendwende zum führenden Protagonisten der neuen Trendsportart werden sollte. 

In den legendären Granitwänden des Valleys gelangen dem Fotografen Heinz Zak aber auch einige seiner spektakulärsten Arbeiten. Allen voran natürlich die Aufnahmen von Wolfgang Güllich bei der ersten Free-Solo-Begehung von "Separate Reality" (19 Jahre nach seinem Idol meisterte Zak - 2005 immerhin schon 47-jahre Alt - die legendäre Route ebenfalls free solo - als zweiter Kletterer überhaupt), aber auch von den beiden Huberbuam oder von dem tschechischen Klettergenie Adam Ondra, dessen freie Begehung der Dawn Wall der Österreicher zuletzt fotografisch dokumentierte.

Dawn Wall: Zak hält Adam Ondras freie Begehung der Route im Bild fest (aus ALPIN 02/2017). 

| © www.alpin.de

"Klettern ist etwas Wichtiges, das mich in meinem Leben positiv beeinflusst hat. So früh etwas zufinden, wo ich gut bin, hat mir gut getan. Etwas zu finden, wo ich selbst verantwortlich bin und Entscheidungen treffen kann, wo ich mich selbst fordern kann. Klettern ist für mich heute noch wirklich wichtig und ein Bestandteil meines Lebens", so der Tiroler 2015 in einem Interview mit dem Magazin "Berg und Steigen". 

Wir wünschen Heinz Zak, dass sich daran auch im kommenden Lebensjahrzehnt nichts ändern wird!

Beiträge von Heinz Zak in ALPIN findet Ihr zum Beispiel in den Ausgaben 02/2017 und 07/2014.