US-Amerikanerin starb nach kurzer Krankheit im Alter von 94 Jahren in Kathmandu.

Wie Billi Bierling, die jetzige Leiterin der Himalayan Database, auf Facebook mitteilte, sei Hawley "nach kurzem Kampf im Hospital" verstorben. Die legendäre Chronistin wurde 94 Jahre alt.

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1960 war die Amerikanerin, die an der University of Michigan unter anderem Politikwissenschaft, Englisch, Zoologie, Geschichte und sogar Mathematik studiert hatte, nach Kathmandu gezogen, wo ihr Interesse für das Bergsteigen geweckt wurde. Als Korrespondentin für das renommierte Nachrichtenmagazin Time sowie als Korrespondentin für die Nachrichtenagentur Reuters berichtete sie vorwiegend über Expeditionen zu den höchsten Bergen im Himalaya.

Pflichttermin: Wer in den Bergen des Himalaya unterwegs war, musste bei Elizabeth Hawley vorstellig werden - so auch (der inzwischen ebenfalls verstorbene) Ueli Steck im Jahr 2014.

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Ihre akribische journalistische Recherchearbeit bildete die Grundlage für die bis 2016 von ihr geleitete Himalayan Database. Die umfangreiche Datensammlung, in der bis dato über 9600 Expeditionen und mehr als 70.000 Bergsteiger erfasst sind, gilt als die Quelle schlechthin zur Geschichte des Höhenbergsteigens in Nepal.

Kurioserweise hegte die bergbegeisterte "Miss Marple von Kathmandu", die Zeit ihres Lebens alleinstehend blieb, nie selbst irgendwelche Gipfel-Ambitionen. Der höchste Berg, den sie jemals selbst bestiegen hatte, sei nur rund 1000 Meter hoch gewesen, wie Hawley vor zwei Jahren Stefan Nestler von Abenteuer Sport verriet:

"In Vermont in New England. Aber ein Berg? Nein, eigentlich war es eher ein Hügel wie die hier rund um Kathmandu."

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Bergfrau

Die Welt hat eine großartige Person verloren! Eine Frau, die immer wusste was sie wollte und wer sie war! Sie wird unvergessen bleiben und mit der selben Hochachtung wird man sich an sie erinnern,wie an die großen Bergsteiger, die sie in ihren Chroniken führte!