Wir sagen Euch, wo und wann Ihr im Alpenraum die Feuerspektakel sehen könnt. Trotz Corona finden einige Bergfeuer statt!

Wenn der längste Tag im Jahr auf die kürzeste Nacht trifft, wird in den Bergregionen der Sommer auf eine ganz besondere Weise begrüßt: Dann ist Zeit für die alljährlichen Bergfeuer.

Lichtkunst am Berg: Herz-Jesu-Feuer in Osttirol.

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Die Tradition der Bergfeuer reicht bis ins Mittelalter. In Bayern heißen sie oftmals Johannifeuer und werden nicht direkt zur Sonnwende am 21. Juni entfacht, sondern erst in der Nacht auf den 24. Juni, der sogenannten Johannisnacht. Diese Bezeichnung leitet sich vom Gedenktag der Geburt von Johannes dem Täufer am 24. Juni ab.

In Tirol feiert man neben der Sonnenwende auch den Herz-Jesu-Schwur mit sogenannten Herz-Jesu-Feuern. Mit dem Schwur sollte 1796 die Tiroler Einheit im Kampf gegen Frankreich und Bayern hergestellt werden. Die Herz-Jesu-Feuer werden jedes Jahr am 3. Sonntag nach Pfingsten entzündet.

Wegen der Corona-Maßnahmen können 2020 leider viele Bergfeuer nicht entzündet werden. Dennoch finden einige statt.

Wir haben für Euch die Bergfeuer 2020 zusammengestellt, klickt Euch durch die Slideshow:

Praktische Tipps vom Deutschen Alpenverein

Alle Sonnwendfeuer sind gut vom Tal aus zu sehen. Manchmal lohnen sich aber ein paar Schritte zu einem talnah gelegenen Aussichtspunkt. In anderen Fällen ist es ein großartiges Erlebnis, mit einer Bergbahn zu einem hoch gelegenen Aussichtspunkt zu fahren.

Einige Bergbahnen bieten den Service einer abendlichen Fahrt zum Sonnwendfeuer-Termin an. Ob talnahe Wanderung oder ein paar Schritte in der Nähe einer Bergstation:

Der Deutsche Alpenverein empfiehlt für diese Fälle angepasste Ausrüstung, bestehend aus Bergschuhen mit einer rutschfesten, profilierten Spezialsohle sowie wetterfester und warmer Bekleidung.

Außerdem sollten eine Stirnlampe, Sitzkissen und Verpflegung nicht fehlen. Unbedingt die Fahrzeiten der Bergbahnen und Ruhezonen von Wildgebieten beachten!

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