Nur zweimal im Jahr scheint die Sonne durch das Tschingelhörner "Martinsloch" im Kanton Glarus. Stephan Siegrist nutzte die Zeit, für einen besonderen Blanaceakt zwischen Licht und Schatten.

Der Sage nach soll der Heilige Martin einen schweren, mit einer eisernen Spitze versehenen Stab nach einem Riesen geschleudert haben, der seine Schafe stehlen wollte. Der Stab verfehlte sein Ziel und durchbohrte den Berg knapp unter dem Grat - so entstand das berühmte "Martinsloch" in den Tschingelhörnern.

© Mammut / Stefan Schlumpf

Zweimal im Jahr - einmal im Frühjahr, einmal im Herbst - spielt sich hier an wenigen Tagen ein besonderes Naturschauspiel ab. Dann scheint die Sonne für zwei bis drei Minuten durch die rund 15 Meter große Felsöffnung und trifft exakt auf den Kirchturm von Elm.

Bei dunstigem Wetter bildet das Sonnenlicht sogar einen rund 4,7 Kilometer langen Lichtkegel, der einen etwa 50 Meter breiten, nahezu runden Lichtfpunkt auf das Gelände um die Ortschaft wirft.

Dieses Phänomen hat es auch - wie Hunderten von Schaulustigen jedes Jahr - Stephan Siegrist angetan. Der Schweizer Profi-Alpinist nutzte die beeindruckende Naturkulisse für einen ganz besonderen Balanceakt auf seiner 50 Meter Highline:

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