Der Bergführer und Alpinist zählte zu den besten Höhenbergsteigern der Schweiz.

Am 10. Juli 2016 verunglückte der Schweizer Bergführer und Alpinist Norbert "Noppa" Joos am Piz Bernina (4049m) tödlich.

Noos hatte zwei Gäste aus Italien - eine 56-jährige Frau und einen 58-Jahre alten Mann - auf den Gipfel des einzigen Viertausenders der Ostalpen geführt. Beim Abstieg über den Spallagrat in Richtung Marco-e-Rosa-Hütte passierte dann in rund 3900 Metern Höhe das Unglück:

Eine Person der Dreierseilschaft vertlor den Halt, stürzte und riss die beiden anderen Mitglieder über 160 Meter mit sich in die Tiefe.

Erfolgreiche Alpinisten: Norbert Joos (li.) und Erhard Loretan nach ihrer Rückkehr von der Annapurna im Jahr 1984.

Erfolgreiche Alpinisten: Norbert Joos (li.) und Erhard Loretan nach ihrer Rückkehr von der Annapurna im Jahr 1984.

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Joos zog sich bei dem Absturz tödliche Verletzungen zu, seine beiden Gäste überlebten das Unglück schwer verletzt. 

Norbert Joos: 13 Achttausender bestiegen

Der am 06. September in Chur geborene Extremalpinist zählte zu den erfolgreichsten Höhenbergsteigern der Schweiz.

Von 1982 bis 2006 konnte Joos 13 der 14 Achttausender der Erde ohne künstlichen Sauerstoff besteigen, teilweise auf schwierigen Routen. 

Dabei gelang dem Schweizer im Herbst 1984 auch sein alpinistisches Meisterstück: Mit seinem - 2011 ebenfalls tödlich verunglückten - Landsmann Erhard Loretan glückte Joos nicht nur die Erstbegehung des Annapurna-Ostgrates, sondern auch die erste Nord-Süd-Überschreitung des 8091 Meter hohen Achttausenders.

Am höchsten Berg der Erde musste sich der Eidgenosse allerdings mehrmals geschlagen geben. Nach fünf gescheiterten Versuchen, den Everest ohne Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff zu besteigen, verabschiedete sich Joos 2008 vom Höhenbergsteigen.

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