Johann Grill schrieb am 18.06.1881 mit der Erstdurchsteigung der Watzmann-Ostwand Alpingeschichte.

Die Watzmann-Ostwand gilt mit einer Wandhöhe von 1800 Metern als die größte Felswand der Ostalpen. Ihre Durchsteigung ist noch immer die Paradetour am Watzmann, und bleibt trotz moderater Kletterschwierigkeiten eine äußerst ernste Angelegenheit:

Über 100 Menschen haben diese Herausforderung seit 1881 mit dem Leben bezahlt - weit mehr als in der Eiger-Nordwand.

Erstdurchsteigung der Watzmann-Ostwand

Mehr Zahlen und Fakten zur Watzmann-Ostwand findet ihr in ALPIN 7/2021.

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"Die größten Probleme in der Ostwand sind die Orientierungund objektive Gefahren wie Steinschlag. Und wenn von Westen her ein Gewitter aufzieht, dann sieht man es nicht. Da gehst du auf einmal durch Sturzbäche, wo vorher allestrocken war", erläuterte Hubert Heil, Autor des Buches "2000 Meter Fels – Die Watzmann-Ostwand und die Geschichte der Bergrettung", in der großen Watzmann-Titelstory in ALPIN 7/2015.

Erstdurchsteigung der Watzmann-Ostwand

Mit der Erstdurchsteigung der Watzmann-Ostwand schrieb der "Kederbacher" Johann Grill Alpingeschichte (Bild am Grabkreuz).

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Der geborene Mittenwalder hatte als Polizeibergführer und Bergretter hatte es der geborene Mittenwalder jahrzehntelang mit den Opfern dieses mythischen "Schicksalsberges" zu tun. "Der hundertste Tote war für uns kein Jubiläum, sondern ein trauriger Anlass", so Heil.

Johann Grill, besser bekannt als der Kederbacher, gehört nicht dazu. Am 18.06.1881 schrieb der Holzknecht und Bergführer Alpingeschichte, als er zusammen mit dem Wiener Alpinisten Otto Schück erstmals über die heute als "Kederbacherweg" bekannte Route durch die Ostwand stieg.

Rund 14 Stunden benötigten die beiden Berg-Pioniere vor 140 Jahren für ihre Meisterleistung. Die aktuelle Bestmarke liegt bei 1 Stunde und 52 Minuten. Philipp Reiter konnte diese bis heute gültige Fabelzeit am 12. Oktober 2018 aufstellen.

Apropos Rekorde: Keiner hat die Watzmann-Ostwand so oft durchstiegen wie Heinz Zembsch. Über 410 Mal kletterte der Berchtesgadener Bergführer durch das vertikale Felsenlabyrinth.

Und Kederbacher? Der blieb dem Watzmann Zeit seines Lebens verbunden. Nicht nur als Bergführer, sondern auch als der erste Hüttenwirt des Watzmannhauses, das er 17 Jahre lang bewirtschaftete.

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1 Kommentar

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Alex

Wow das wäre schon sehr Cool