Lidl versetzt den Berg aus den Berchtesgadener Alpen ins Land der Eidgenossen.

Der Watzmann zählt zu den bekanntesten Bergen der bayerischen Alpen. Sein charakteristischer Gipfel ist Motiv zahlloser Postkarten und wird im gleichnamigen Musical seit Jahrzehnten höchst erfolgreich besungen. Egal ob über den Normalweg oder über die legendäre Ostwand: Den Watzmann will jeder (deutsche) Bergsteiger in seinem Tourenbuch sehen.

Nicht ins Tourenbuch, sondern auf seine Webseite versetzte den Watzmann nun der Disounter Lidl. So weit, so gut. Peinlicherweise tat dies der Supermarkt-Riese aber zum Zwecke der Bewerbung von Schweizer Produkten. 

Toller Gipfel, aber nicht "Schweizer Herkunft": der Watzmann.

| © Screenshot Lidl Webseite

"Unsere Kunden lieben Schweizer Produkte (...)! Lidl Schweiz setzt daher auf Schweizer Herkunft (...).", hieß es in einem mit dem Watzmann bebilderten Beitrag im Internetauftritt von Lidl Schweiz.

Ja, der Watzmann ist wirklich ein außergewöhnlich schöner Berg. Von ebensolchen hat aber gerade die Schweiz sehr viele. Den Watzmann hätte Lidl demnach unserer Meinung nach dort lassen können, wo er seit jeher thront. 

So sieht es auch die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH: "Wir freuen uns, dass die imposante Watzmann-Silhouette ein beliebtes Motiv ist – allerdings legen wir Wert darauf, dass der Watzmann im Berchtesgadener Land bleibt."

Nach entsprechenden Medienanfragen hat Lidl die Aufnahme inzwischen von seiner Webseite genommen.

Tourentipp: Rund um den Watzmann in zwei Tagen

Download: ALPIN-EXTRA "35 Touren rund um den Watzmann"

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