Die Außenstände drohen der Tiroler Bergrettung langsam über den Kopf zu wachsen. Laut Geschäftsführer Peter Veider gibt es eine Möglichkeit, wie die Kosten schnell und dauerhaft wieder ins Lot gebracht werden könnten.

365 Tage im Jahre stehen die Tiroler Bergretter abrufbereit für den Notfalleinsatz. Durchschnittlich rücken sie jährlich 4000 Mal aus.

70 Prozent aller Hilfebedürftigen sind Touristen, die nicht immer die beste Zahlungsmoral haben.

"Wenn einer weg ist, ist er weg. Wir habenderzeit 100 000 Euro Außenstände", sagt Peter Veider, Geschäftsführer der Tiroler Bergrettung.

3500 aktive Bergretterarbeiten dort ehrenamtlich und zahlen einen Großteil ihrer Ausrüstung selbst. Veider fordert nun einen Pflichtbeitrag der Tourismusbranche.

Pro Nächtigung solle ein Cent an die Tiroler Bergrettung abgeführt werden. Bei 45 Millionen Übernachtungen in Tirol wären das 450 000 Euro für die Helfer.

Bislang finanziert sich der Bergrettungsdienst in Österreich – ähnlich wie in Deutschland– über öffentliche Zuschüsse, Einsatzverrechnungen sowie Fördergelder.

Ihre Meinung interessiert uns! Mache Sie mit bei unserer Umfrage!

 

10 Kommentare

Kommentar schreiben
Tschabuli

Ich finde es beschämend das sich jemand über 1Cent für die Bergrettung aufregt.
Es sollte eigentlich jeder der Sport betreibt oder Wandern geht, sich mit einer Versicherung für eventuelle Unfälle absichern.












Spoekesmaker

Der/die Gerettete sollte eigentlich für den Schaden aufkommen. Wenn er/sie nicht diesbezüglich versichert ist, sollte die Bergrettung den den Betrag zur Schadensbegleichung einfordern. Wenn ich eine "Leistung" beanspruche, muss ich dafür gerade stehen und nicht die Allgemeinheit.
Mit den Wünschen für ein allzeit unfallfreies Bewegen in den Bergen.

Thomas Koppers auf Facebook

ich find das völlig richtig! Wegen mir sollte man auch ruhig wesentlich mehr als 1ct abführen für die Bergrettung!

Tino Streudel auf Facebook

5€ währe viel besser, denn was sie leisten, ist eigentlich unbezahlbar!

Stefan Harsdorf auf Facebook

Habe sie nie benötigt, hoffe, dass das so bleibt, tue alles dafür, dass es bei meinen hochalpinen Unternehmungen auch so bleibt, weiß sehr wohl, dass es trotzdem mal geschehen kann, bin daher sehr froh, dass es sie gibt, und würde als Gast sehr wohl auch eine höhere Taxe, die dann zu meinen Lasten ginge, gern akzeptieren.

Christoph Güttersberger auf Facebook

Geraten denn ausschließlich Touristen in Bergnot?? Und heißt der wichtigste Grundsatz am Berg nicht Eigenverantwortung?! Oder setzen wir nun das Signal, dass ich mich um eine Versicherung nicht mehr selber kümmern muss, oder ich nicht mehr den Anstand haben sollte, eventuell durch mich entstandene Kosten zu bezahlen- denn es wird ja durch einen unbeteiligten Tourismusbetrieb abgedeckt!? Es geht nicht um eine Summe, denn die ist prozentual klein, sondern um eine Grundeinstellung. Eigenverantwortung

Helmar Be

Traurig, dass es Menschen gibt, die gerettet werden müssen, weil sie z.T. aus eigener Dussligkeit in Not geraten und dann vergessen, was sie denen die ihr Leben unter Umständen für sie riskiert haben schuldig sind. Ich finde die 1 Cent - Regelung hervorragend.

Marco Hamacher auf Facebook

1 Cent ist eigentlich noch zu wenig für die Leistung der Bergretter. Danke das es euch gibt!

Georg Hn auf Facebook

Vollkommen gerechtfertigt.

Diese Menschen setzen sich mit ihrem Leben dafür ein, unsere zu retten - dafür sollte es ihnen nicht an Mitteln fehlen.
Wenn dies nicht ein gerechtfertigter Grund für eine Preiserhöhung wäre, dann auch kein anderer. Egal, ob man hier von Cent- oder Eurobeträgen spricht...

Daniel Zahn auf Facebook

Das sind in vielen Fällen echte LEBENSRETTER, die dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen. Das sollte mit gutem Geld/Lohn honoriert werden.
Mit diesen Helden fühlt man sich im Gebirge schon um etliches sicherer.