Die vierte Route der Sternentour führt über en Jubiläumsgrat. Sie ist die schwierigste aller vier Routen. Einige Passagen sind als Klettersteig versichert, der größte Teil der Wegstrecke allerdings ist unversichert und teilweise luftig ausgesetzt.

Zimmer mit Aussicht: Die Biwakschachtel auf dem Jubiläumsgrat. Hier wird in 2684m übernachtet.

Gott sei Dank gibt es die gut sechs Kilometer Grat zwischen Alpspitze und Zugspitze. So schön die feine Zackenlinie von der Ferne aussieht, so wunderbar und wirklich atemberaubend ist sie aus der Nähe. Sie ist ein absoluter Klassiker, der an Ernsthaftigkeit auch nach über 100 Jahren Begehungsgeschichte nichts verloren hat.

Begangen wird der Grat meist zwischen Grieskarscharte und Zugspitze, die östliche Fortsetzung über den Alpspitzgipfel hinweg unternehmen nicht mehr alle. Auch von der Grieskarscharte sind es noch genug Gipfel und Felszacken, um voll auf seine Kosten zu kommen. Auf und Ab geht es, Luft zu allen Seiten, Ausblicke und Tiefblicke stundenlang. Hier Garmisch, da die Gletscher der Zentralalpen. Unten der Höllentalferner, weit vorne der Zugspitzgipfel. Die neue Biwakschachtel aus dem Jahr 2011 markiert noch längst nicht die Hälfte des Grats. Stunde um Stunde geht es dahin, dann endlich: das große, goldene Kreuz.

Mancher mag es nicht glauben, dass es geschafft ist. Und wird sich erst nach einer kräftigen Brotzeit und dem zweiten Liter Flüssigkeit an den lieben Spitznamen des Jubiläumsgrats erinnern: Jubelgrat.

Die Route über den Jubiläumsgrat

Gesamtzeit: 7-9 Std.

Höhenmeter: 500 Hm

Schwierigkeit: Bergtour, schwer

Dies ist die schwierigste der vier Routen. Nach der Auffahrt mit der Alpspitzbahn auf den Osterfelderkopf beginnt der Gratverlauf an der Grieskarscharte, 2463 m. Ü ber Felszacken und etliche Gipfel (Vollkarspitze, Ä ußere, Mittlere und innere Hö llentalspitze) sind in stä ndigem Auf und Ab gut fü nf Kilometer Grat zu ü berwinden. Einige Passagen sind als Klettersteig versichert, Stellen bis Schwierigkeit D. Der größte Teil der Wegstrecke allerdings ist unversichert und teilweise luftig ausgesetzt. Ernsthafte, schwere Gratkletterei mit oft unversicherten Abschnitten, sicheres Kletterkönnen bis III. Grad ist unbedingt erforderlich!

Der Schuh zur Tour: Hanwag Badile Combi GTX.

Der Schuh zu Tour: Hanwag Badile Combi GTX Der Badile Combi GTX bietet die nötigen Reserven, die ein Schuh bei der schweren Tour über den Jubiläumsgrat benötigt. Er hat eine feste Sohle mit viel Reibung und einer Kletterzone an der Spitze und ist dabei ein echtes Leichtgewicht mit angenehmem Komfort für den langen Aufstieg.

  • Gewicht: ca. 530 g (Größe 7,5)
  • Steigeisenauflage an der Ferse
  • Vibram Climbing-Sohle mit durchgehender Versteifung
  • Kletterleisten für präzisen Antritt
  • weit nach vorn reichende Ghilly-Schnürung