Gibt es auf Tour eine moralische Mitverantwortung anderen Bergsportlern gegenüber?

Wir wollten von euch wissen, wie ihr es am Berg haltet, wenn ihr mitbekommt, dass jemand auf Tour überfordert ist. Besser nix sagen? Oder gibt es eine moralische Plicht, in solchen Situationen die Stimme zu erheben? 

Das Ergebnis unserer Kontrovers-Umfrage

Wir haben euch gefragt: Wie verhältst du dich beim Bergsport? Übernimmst du Verantwortung für andere und wenn ja, wie? Oder kümmerst du dich lieber nur um dich?

Antwort A: Jeder, der in die Berge geht oder Bergsport in Hallen ausübt, sollte sich der Gefahren bewusst sein. Darum weise ich Fremde auch nicht auf Fehler hin, schließlich bin ich ja nicht ihr Ausbilder/Bergführer und nicht für sie verantwortlich. [12,61%]

Antwort B: Umsicht und Mitverantwortung sind zentrale Werte im Bergsport – aber natürlich bin ich als Privatmann nicht für andere verantwortlich. Doch ein freundliches Wort bei Gefahr nimmt mir sicher keiner krumm! [87,39%]

Hier einige ausgewählte User-Stimmen:

Klaus: Ich denke, in kritischen Situationen sollte man die Betroffenen freundlich aber bestimmt auf die Gefahr aufmerksam machen.

Marco: In der Tat ist es nicht immer einfach, Menschen auf Fehler hinzuweisen; je jünger, desto einfacher lassen sich diese auf einen Hinweis ein. 

Camilla: Ganz klar: Es gibt eine moralische Mitverantwortung. Und jeder echte, menschlich gefestigte Bergsteiger wird sie wahr nehmen, auch wenn der Betroffene sich arrogant äußern sollte.

Anonym: Natürlich muss jeder, der in die Berge geht, sich der Gefahren bewusst sein. Und natürlich bin ich als Privatmann nicht für andere verantwortlich. Aber dennoch kann ich meist nicht anders, als schon früh überforderte oder schlecht ausgerüstete Wanderer in hochalpinenm Gelände anzusprechen und zu warnen. Weil ich sonst echt ein ungutes Gefühl hätte. 

Sämtliche User-Kommentare zu unserer Kontrovers-Umfrage findet ihr hier.

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