Wir haben Euch gefragt, ob Ihr Eure Reisegewohnheiten verändert habt.

In unserer April-Ausgabe, die ab 14. März auch im Zeitschriftenhandel erhältlich ist, stellen wir Euch mit Robert Jasper, Lukas Sommer und Greg Hill drei Bergprofis vor, die bei ihren jüngsten Expeditionen unterschiedliche Ansatzpunkte in Sachen Nachhaltigkeit verfolgt haben.

Die Aufmacherseite unserer achtseitigen Reportage "Expedition ins Grüne" in ALPIN 04/2020.

| © ALPIN

Für Extrembergsteiger Robert Jasper ging es zum Cerro Largo in den Norden von Patagonien, Lukas Sommer durchquerte mit dem Rad Südamerika von Nord nach Süd und Skibergsteiger Greg Hill war in British-Kolumbien unterwegs - mit dem E-Auto.

Drei Expeditionen, drei Ziele, drei Wege.

Uns interessierte Eure Meinung!

Wie geht Ihr mit der Erfüllung Eurer Bergträume um?

Haben sich Eure Reiseansprüche auf Basis der fortschreitenden Klimaschutzdebatte reduziert und macht nun nur noch Urlaub mit Bus und Bahn in Europa oder gönnt Ihr Euch weiterhin interkontinentale Fernreisen, gleicht aber anderweitig aus?

Antwortmöglichkeiten haben wir Euch diesmal bewusst nicht vorgegeben, da das Thema so vielseitige Aspekte beinhaltet. 

Die eingegangenen Kommentare findet Ihr - wie immer - unterhalb des Artikels.


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6 Kommentare

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Micha

Hallo Anonym,
ich kann dein Argumentation schon auch verstehen. Das Problem ist aber, dass wir so einen hohen Wohlstand haben und vieles gleichzeitig so günstig ist (Unter anderem Flugreisen oder auch Lebensmittel)
Daher denke ich, dass "Verzicht"oftmals die einzige Lösung ist, wenn mir als bewussten Menschen etwas daran liegt eine Änderung herbeizuführen. Aber ist natürlich schwer, weil kaum einer auf sein z.B Fernreiseglück verzichten möchte. Hut ab deshalb zu den konsequenten bei den oberen Leserbriefen.
Ich merke das in meinem engen Freundeskreis aus München. Wir alle um die Anfang 30. Jeder aus Familien
die geerbt haben, sie selber dazu noch gute Jobs. Da wird einfach um die Welt gejettet, da ne Hochzeit in Miami, da der Urlaub in der Dom. Rep.
Dasselbe in meiner Tätigkeit als Bergführer, da gibt es natürlich schon einige Gäste, die ihre Oldtimer Rennen in Spanien absolvieren oder für Formel 1 Rennen nach Dubai fliegen, ansonsten Seychellen Urlaube.
Ich kann die natürlich auch verstehen, wenn sie sagen, sie haben das Geld und leben nur einmal. Deshalb wird dieses Thema immer ein Konflikt bleiben

Anonym

Endlich! Mich hat es schon etwas genervt, dass ALPIN berichtet mal über grünes Bergsteigen, aber zwei Seiten später im Heft großes Reisebericht über Patagonien oder Skitouren in Banff National Park. Wir müssen es verstehen und akzeptieren, dass die Zeiten sich ändern und vielleicht bleiben manche Reiseziele einfach Träume. Nicht weil es finanziell nicht möglich ist, sondern, weil der Planet das nicht ertragen kann. Ich benutze schon seit Jahren nur Bahn und Bus, um meine Bergziele zu erreichen. Früher gab es mal Mitfahrten im Auto mit Freunden. Wir haben seit 20 Jahren kein Auto, und so ein Kind großgezogen. In der Stadt fahren wir mit dem Fahrrad. Nach Südtirol, Schweiz und Österreich klappt es wunderbar. Von München aus kann man auch die heimische Berge für Tagestouren am Wochenende gut erreichen. Ja, es gibt Stellen, wo es nicht geht. Ich würde auch mal gerne paar Touren wieder begehen, wo man nur mit Auto zum Ausgangspunkt kommt. Es ist auch wahr, dass vor Allem die BOB Züge knallvoll sind am Wochenenden, so dass man vielleicht den ganzen Weg stehen muss. Trotzdem: wenn wir das alle konsequent machen, werden vielleicht die Züge und Busse in einem andere Takt fahren und das Busnetz besser ausgebaut. Ich denke, unsere große Herausforderung dieses Jahrhundert wird "Verzicht üben" sein. Die jetzige Zeit können wir mal benutzen dafür, das zu üben und uns damit vertraut zu machen. Vielleicht ist es jetzt gerade ein Anfang einer bessere Zukunft für den Planeten, weil wir einsehen, dass egoistisch die eigene Träume zu verfolgen, damit sie erfüllt sind und das "ich" dabei sich wohlfühlt, nicht wirklich so erfüllend wirkt, wenn wir wissen, dass wir dabei den Planet kaputt trampeln.

David

Hey zusammen, ich bin derzeit im letzten Jahr meiner Ausbildung und hatte im Anschluss daran eigentlich eine Fernreise (Nepal oder Patagonien) geplant. Seit circa 1,5 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dem Klimawandel und hab mein Leben auch dahingehend umgestellt möglichst Klimaneutral (esse kein Fleisch mehr, fahre fast ausschließlich Bahn oder Bus, kaufe Plastikfrei ein) zu leben. Da Flugreisen für mich ein No-Go geworden sind hab ich mich damit beschäftigt mich nach Reisezielen in Europa umzusehen und festgestellt, dass es obwohl ich schon viel gesehen habe so viele schöne Flecken gibt die ich noch nicht gesehen habe und das es gar keine Flugreise in ein weit entferntes Land sein muss. Deshalb wird es diesen Herbst anstatt Patagonien auf eine Sechswöchige Tour mit Zug und Zelt durch Norwegen gehen. Liebe Grüße aus dem Allgäu!

aircontroller

Frau oder Herr Anonym - ich bilde mir ein Sie zu verstehen, vielleicht aber auch nicht!? Es hätte doch ausgereicht, wenn Sie geschrieben hätten -
" das Leben ist ein Schatten, der vorüberstreift" (stammt nicht von mir sondern von Shakespeare aus Macbeth). Natürlich kann und soll jeder Das machen, was
einen selbst glücklich macht. Gott sei Dank denken nicht alle so, oder sagen wir`s mal so, es wäre schön, wenn jeder Mensch in seinem Dasein ein winziges Stück mit dazu beiträgt die Welt zu verbessern.
Die Welt, in der wir leben ist menschengemacht und ich denke wir haben es auch ein bißchen in der Hand sie lebenswert zu gestalten. Ich fände das gut, sonst säßen Sie und ich immer noch am selbstgemachten Feuer, die Männer jagen und wir Frauen pflücken die Beeren - das wäre jetzt wirklich umweltfreundlich.
LG Reni

Anonym2

@Anonym:
Du magst mit deiner Argumentation durchaus nicht völlig falsch liegen, letzten Endes rechtfertigst du damit aber auch nur deinen eigenen Egoismus und den Willen einfach so weiterzumachen wie bisher.

Anonym

Wir leben (jedenfalls derzeit noch) unter einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Was nicht gesetzlich verboten ist, ist erlaubt. Der freie Markt wird bestimmt von Angebot und Nachfrage. Wenn ich mir also etwas, das erlaubt ist, leisten kann und damit verdient habe, dann ist das in keiner Weise zu beanstanden. Von niemandem! Jetzt mögen sich einige Menschen durch (vorgeblich) moralische Allüren anderer manipulieren und ein schlechtes Gewissen einreden lassen. Von Menschen, die anderen Verzicht predigen, ohne ihn zu praktizieren. Von Menschen, die anderen Verzicht predigen, um daran zu verdienen. Von Menschen, die anderen Verzicht predigen, weil sie damit für sich einen sonstigen individuellen Mehrwert generieren können. Manche Menschen lieben es, sich über andere moralisch zu erheben. Manche Menschen leisten sich deratige Luxusideologien als Statussymbol. Andere sind einfach nur bis ins Mark opportunistisch. Allerdings kranken derartige Ideologien stets an einem schlichten Weltbild, schlichtem Problemverständnis und einfachen, aber gerne mal radikalen (vermeintlichen) Lösungsansätzen. Im Kern sind derartige Ideologien und Ersatzreligionen aber grundsätzlich freiheitsfeindlich. Und auch die Klimafetischisten mit ihren jenseits vom Verständnis komplexer Zusammenhänge, von Wahrscheinlichkeiten, von der Notwendigkeit von Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen angesiedelten radikal einfachen Denkansätzen können nicht das Totalitäre in ihren Überzeugungen verbergen.