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Tourenbuch - Klettertour

Info: Kampenwand

22.07.2008 11:47:49
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Vor allem die Südwände der diversen Kampenwandgipfel bieten bereits im frühjahr äußerst lohnende Kletterziele. Aber auch die abwechslungsreiche Überschreitung ist immer einen Besuch wert.

Anreise

Klettergarten-Feeling an der Kampenwand-Westwand.
Auto: Autobahn A 8 München - Salzburg, Ausfahrt Bernau. Richtung Aschau und bei Außerkoy zum Seiserhof und weiter zum Parkplatz Hintergschwendt. 1 -1,5 Std. zur Steinlingalm.

Oder A 8 Ausfahrt Frasdorf nach Aschau, Parkplatz an der Talstation Kampenwandbahn (Auffahrt, nach letzter Talfahrt erkundigen!).

Öffentliche Verkehrsmittel: Bahn bis Prien am Chiemsee; Bus nach Aschau im Chiemgau.

Info

Tourist Information Aschau im Chiemgau,
Tel. 08052 904937,
www.aschau.de

Hütten

Sonnenalm (1467 m),
privat, 56 Betten,
Übernachtung nur mit größeren Gruppen nach Voranmeldung,
an der Bergstation Kampenwandseilbahn,
Tel 08052 4411,
www.kampenwand.de

Einkehr

Steinlingalm (1550 m),
privat, keine Übernachtung,
Tel. 08052 2962,
Mo Ruhetag, ideal gelegen;

Liftstüberl Kampenwand (1170 m),
Mi Ruhetag, Übernachtung auf Anfrage,
Tel. 0174 3928928;

Möslarnalm (1450 m),
unterhalb der Bergstation;

Gori-Alm (1250 m),
Schlechtenbergalm (1280 m),
beide auf der Nordseite der Kampenwand; Münchner Haus, unbewirtschaftet, DAV-Sektion München.
Zur Fotogalerie zum Tourenbuch Kampenwand klicken Sie auf das Bild oder folgen Sie diesem Link.

Aufstieg

Diverse Aufstiege zur Kampenwand, so dass auch diesbezüglich Abwechslung möglich ist.
Der kürzeste Anstieg von Hintergschwendt in 1 -1,5 Std. zur Kampenhochfläche, zu den diversen Zustiegen noch einmal eine halbe Std.

Führer

Evi Habereder, Markus Stadler: Kletterführer Out of Rosenheim, Panico Alpinverlag, 2005;
Marianne und Helmuth Zebhauser: Alpenvereinsführer Chiemgauer Alpen, Bergverlag Rother, 1988.

Karten

BLV, 1: 50 000, Chiemgauer Alpen. Weitere Wanderkarten bei den Tourist-Infos erhältlich.

Die Tour

Die Karte vom Kampenwand-Gebiet.
Alle drei sind echte "Klassiker", saniert und selbstverständlich abgespeckt. Dennoch allesamt sehr lohnend. Bei Nässe allerdings ist gar nichts empfehlenswert!

Kampenwand,
Hauptgipfel, 1669 m

Überschreitung Westgipfel - Gmelchturm - Teufelsturm - Hauptgipfel

Gesamtzeit: 2-3 Std.
Höhenmeter: 200 Hm
Schwierigkeit: mittel, IV+
Abwechslungsreich, pfiffig und höchst unterhaltsam. Auch das Abklettern sollte man beherrschen, bei Schlechtwetter jederzeit Fluchtmöglichkeit nach Norden in die Latschen. Der Hauptgipfel weist kein Kreuz auf, das steht am Ostgipfel.
Zustieg: Am Fußpunkt des Westgrats noch südseitig hinauf bis zu einem kleinen Terrassenband.
Route: Auf den Westgipfel (Einstieg am Westgrat rechts einer Höhenmarke) über den Torweg (III+), bei einer leichten Rampe gelangt man hinter ein Felstor, dann ist man richtig; sehr glatte Risskaminstelle (IV-), zuletzt schöner Kamin zum Grat hinaus. Danach leicht zum Gmelchturm auf die Nordseite, 15 m hohe Idealverschneidung (III),
Abstieg: über die luftige Ostkante (III–, abseilen möglich). Zum Teufelsturm über die Nordwestkante (III+), Abstieg (oder abseilen) über den Ostgrat (III-). In die Schlucht hinab (III&-) und dann hinauf zur senkrechten Nordwestverschneidung (IV+). Über den Grat zum Gipfel und über den Ostgrat (Platte, II) zur Schlechinger Scharte abklettern.

Westgipfel, Alte Südwand
Ficker /Winkler

Gesamtzeit: 1-2 Std.
Höhenmeter: 200 Hm
Schwierigkeit: mittel, IV+
Die "alte Süd" mit dem "Beitlreiter" ist irgendwie ein "Muss" für Kampenwand-Neulinge, auch deshalb, weil es da wirklich nette Kletterstellen gibt und immer wieder leichteres Terrain dazwischen. Für die Kampenwand sind 100 m Wandhöhe nicht übel. Der Fels ist fast überall fest, und Luft hat man auch unter den Sohlen.
Zustieg: Beim Münchner Haus die steile, schotterige Rinne hinab nach Süden, auf deutlichen Steigspuren nach links unter die Südwand (unangenehm, brüchig, steil). Einstieg in Falllinie des höchsten Punkts.
Route: Schräg links über steile Schrofen zu auffallendem Loch. Kurzer Quergang nach links, gerade empor zu Stand (IV). Auf- und absteigend rechts aufwärts unter den blockartigen „Beitlreiter“. Über ihn linkshaltend hinweg (IV+), gutgriffig zu Nische. Im linken der 3 Risse (auch rechts, leichter) zum Grat.
Abstieg: Am besten über den netten Westgrat (II) abklettern, nur den polierten Griffen folgen, immer in Richtung Seilbahnstation!

Zur Fotogalerie zum Tourenbuch Kampenwand klicken Sie auf das Bild oder folgen Sie diesem Link.
Staffelstein, Direkte Westkante

Gesamtzeit: 1 Std.
Höhenmeter: 150 Hm
Schwierigkeit: schwer, V-
Von der Seilbahn her kommend sieht man die elegante Kante im Profil und bekommt das Jucken in den Fingern. Unterschätzen allerdings darf man da nichts, denn es wartet eine freie Kletterei!
Zustieg: Zum Staffelstein-Normalweg auf der Nordseite und hinab zum Einstieg.
Route: Über Schrofen zu senkrechtem Riss links der Kante, rechts heraus und gerade sehr schön hinauf zu Absatz (V-). Nach rechts um die Kante in plattige Rinne; nach 10 m Überhang, links heraus (gerade drüber V+) und gerade hinauf (V–) zum höchsten Punkt des frei stehenden Turms.
Abstieg: Durch die polierte, gestufte Rinne hinab zum Wanderweg (I).
Fortsetzung (2 / 2)
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