Das Zittelhaus und das Observatorium.
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Der Klagenfurter Jubiläumsweg ist eine hochalpine Bergtour. In der spröden Rauheit der Gletscher- und Urgesteinslandschaft liegt ihr ganz besonderer Reiz. Der Weg ist durchgehend sehr gut markiert (teilweise gut und neu versichert) und kann auch problemlos in Gegenrichtung begangen werden. Dann empfiehlt sich eine Fortsetzung des Weges in die Glocknergruppe. Wir stellen die Etappe vom Hochtor nach Kolm Saigurn als Tagestour vor. Mit Übernachtungen in der Otto-Umlauft-Biwakschachtel oder im Zittelhaus kann die Tour auch auf zwei oder drei Tage ausgedehnt werden.

Anreise

Da Ausgangs- und Endpunkt in zwei verschiedenen Tälern liegen, am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen: Mit der Bahn über Salzburg nach Bruck-Fusch im Pinzgau (www.bahn.de). Von dort mit dem Postbus über die Großglockner Hochalpenstraße zum Hochtor. Von Kolm Saigurn verkehrt wiederum ein Postbus durch das Rauriser Tal zum Bahnhof Taxenbach im Pinzgau ( www.postbus.at ).

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Info

Tourist Information Grossglockner-Zellersee , Tel. +43 6545 7295, www.grossglockner-zellersee.info

Großglockner Hochalpenstraße , Tel. +43 662 8736730, www.grossglockner.at

Rauris Tourismus , Tel. +43 6544 20022, www.raurisertal.at

Beste Zeit

Juli bis September.

Komfortabel und sauber im Otto-Umlauft-Biwak.

Unterkünfte

Otto-Umlauft-Biwak , 2987 m

OeAV Sektion Klagenfurt

Zugang: Vom Hochtor in knapp 5 Stunden

Ganzjährig geöffnet, nicht bewirtschaftet.

Kontakt:

Hüttenwirt Michael Jerne, Tel.: +43 4274 3709

Schlafen: 6 Matratzenlager mit Decken

Essen: Selbstversorgerhütte, kein Wasser in der Nähe; 2008 war ein funktionsfähier Kocher in der Biwakschachtel.

Fazit: Eine einsame Nacht in dieser abgeschiedenen hochalpinen Lage vermittelt unvergessliche Erlebnisse.

Zittelhaus , 3105 m, am Gipfel des Sonnblick

OeAV-Sektion Rauris

Bewirtschaftet von 1. Mai bis 27. Juni an Wochenenden, danach bis 27. September durchgehend.

Kontakt:

Tel. Hütte: +43 6544 6412, Tel. Tal: +43 664 3801213, mobil: +43 664 3944164, zittelhaus.rauris.net

Das Naturfreundehaus.

Naturfreundehaus Kolm Saigurn , 1598 m

Naturfreunde Wien

Bewirtschaftet (nahezu) ganzjährig.

Kontakt:

Tel. Hütte: +43 6544 8103, www.sonnblickbasis.at

Bergführer

Wolfgang Rohrmoser , Tel. +43 664 4153923, www.bergwolf.at

Literatur

Hans Führer: Wanderführer Tauern-Höhenweg , Bergverlag Rother, 2005.

Karte

AV-Karte, 1:25000, Blatt 42, Sonnblick.

Die Tour

Klagenfurter Jubiläumsweg Hochtor - Kolm Saigurn

Gesamtzeit : 13 Stunden

Höhenmeter : 1500 Hm

Schwierigkeit : schwer

Hochalpiner Wanderweg direkt auf der Gratschneide des Alpenhauptkamms (bei Föhn in Wolken). Die gesamte Route ist gut markiert, bei einer Begehung im August 2008 waren viele der Versicherungen erneuert. Insgesamt ist gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig, es gibt leichte Kletterstellen (bis II) zu bewältigen. Pickel (oder zumindest Trekkingstöcke), Steigeisen und ein kurzes Seil (samt Gurt) können nicht schaden.

Ausgangspunkt: Großglockner Hochalpenstraße, Hochtor-Südportal, 2575 m.

Endpunkt: Kolm Saigurn, 1598 m, im Talschluss des Rauriser Tals.

Route: Vom Südportal steigt man in Serpentinen in die Einsattelung über dem Tunnel und folgt dem Gratverlauf nach Osten zum Gipfel des Tauernkogel. Weiter nach Osten nördlich des Kamms am Rand einer weiten Ebene und nördlich am Roßschartenkopf vorbei zur Roßscharte (Wegweiser).

Über ein breites Dach nach Nordosten und in kurzem Abstieg in die Weißenbachscharte, 2645 m. Dem runden Rücken folgend jenseits empor zu einer Gratverengung. Hier kurze Kletterstelle (II) mit Versicherungen auf den schmäleren Gratrücken, der nun über einige Köpfe hinweg auf das Hintere Modereck, 2932 m, führt (2 Std.). Durch die Nordflanke hinab und nach Osten in eine weite Einschartung. Über einige Köpfe hinweg auf den Herbertturm.

Zur Fotogalerie Tourenbuch 06/2009 klicken Sie auf das Bild oder folgen Sie diesem Link. Der Abstieg nach Osten ist nun etwas heikel, wurde allerdings gut mit Theniushaken (zum Einlegen des Seils) und Ketten versichert. Der schuttbedeckte Rücken leitet auf die Noespitze, 3019 m (1 ¼ Std.). Relativ ausgesetzt (II) kraxelt man hinab in eine Scharte und unter Umgehung bzw. Überkletterung von mehreren Türmchen gelangt man auf einen breiten Schuttrücken, der sich auf den Krumlkeeskopf, 3103 m, hinaufzieht (1 Std.).

Am relativ schmalen Grat weiter nach Osten bis zu einem markanten Abbruch. Längs der Versicherungen (Theniushaken und Ketten) klettert man vorsichtig hinab in die Scharte, in der das Otto-Umlauft-Biwak, 2987 m, steht (½ Std.). Über groben Schotter jenseits auf den Kamm und leicht auf die unbedeutende Arlthöhe, 3084 m.

Die letzte Etappe vom Goldzechkopf zum Hohen Sonnblick verlangt noch einmal Konzentration: Heikle Kletterstellen und ein Gletscherstück sind zu bewältigen.

Ein bisschen hinab in die wenig ausgeprägte Untere Jausenscharte und über einen ausgesetzten Kraxelgrat (Stellen II) auf das kaum ausgeprägte Schneehorn, 3062 m. Weiter am Kamm im Schutt durch die Obere Jausenscharte auf den Hocharn, 3254 m (2 Std.). Über Firn und Schutt steigt man den Erfurter Weg nach Süden hinab und hält sich an dessen Abzweigung nach Osten geradeaus weiter, um durch die beiden Goldzechscharten an den Fuß des Goldzechkopf-Nordgrates zu gelangen.

In leichter Kletterei (II) längs der Versicherungen zum Goldzechkopf, 3042 m (1 ¼ Std.). Über den Südostgrat in eine markante Einschartung, aus der man sehr steil über heikle Platten (neu versichert) hinab auf das Kleinfleißkees klettert (II). Am nördlichen Gletscherrand nach Osten zum Gipfel des Hohen Sonnblick, 3105 m (1 ½ Std.). Vom Sonnblick steigt man am markierten Südostgrat über die Rojacherhütte zum Naturfreundehaus Naubau, 2176 m, und nach Kolm Saigurn, 1598 m, ab (3 ½ Std.).

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