Der dritthöchste Gipfel der Glocknergruppe ist eine fast vollständig von Gletschern umgebene formschöne Pyramide oberhalb der Kapruner Stauseen.

Die gewaltige 2400 Meter hohe Ostflanke des Großen Wiesbachhorns ist die höchste durchgehende Flanke der Ostalpen und wird in der Alpinliteratur oft als "Rivale" des Großglockner genannt.

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Der Kaindlgrat, die hier vorgestellte Route über das Heinrich-Schwaiger-Haus, ist abwechslungsreich und landschaftlich sehr beeindruckend. Sie erfordert allerdings Hochtourenerfahrung sowie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Großes Wiesbachhorn

Über Blockgelände und Geröll geht es Richtung Unterer Fochezkopf.

| © Martin Leibetseder

Beim Stausee Mooserboden überquert man die beiden Staumauern. An der Ostseite, links vom Pumpwerk, steigt man über einige Stufen auf den Wanderweg. Diesem folgend erreicht man nach ein paar Gehminuten eine Abzweigung (Gleiwitzer Hütte), an der man rechts weitergeht.

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Nun geht es immer steiler werdend und zum Teil mit Stahlseilen versichert (A) in rund zwei Stunden hinauf zum Heinrich-Schwaiger-Haus.

Von der Hütte folgt man für ein kurzes Stück einem flachen Wanderweg, bevor schon die Schlüsselstelle der Tour kommt: ein seilversicherter Rinnen-Kamin (Klettersteig- Schwierigkeit B/C, ca. 50 Hm).

Großes Wiesbachhorn

Übergang vom Unteren zum Oberen Fochezkopf.

| © Martin Leibetseder

Durch ihn und danach über Schuttgelände auf den Unteren Fochezkopf (3022 m). In der Folge bleibt man weiter auf dem Gratrücken und gelangt schnell zum Oberen Fochezkopf (3159 m).

Das Ziel immer vor Augen: Am Grat unterhalb des Oberen Fochezkopf. 

| © Wolfgang Dengler

Hier beginnt die Firnschneide des Kaindlgrates, über den man bis auf die Höhe des Gletscherplateaus (3280 m) über dem Kaindlkees aufsteigt.

Entlang des Westgrats über Blockgelände (I) hinauf zum Gipfel des Großen Wiesbachhorns (3564 m). Abstieg wie Aufstieg.

Text von Martin Leibetseder

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