Die Überschreitung über den Watzmanngrat ist sehr schön, aber nicht ohne.

Schöne, aber anspruchsvolle Tour, die oft unterschätzt wird.

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Die Tour - Watzmanngrat Überschreitung, 2713 m

Schwierigkeit: Bergtour, schwer

Dauer: 15 – 17 Stunden

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Höhenmeter: 2500 Hm

Watzmann Karte

Übersichtskarte - Klicken Sie auf die Karte für eine Großansicht.

| © alpin.de

Route

1. Tag – Hüttenzustieg: Über den Wimbach auf einer Forststraße aufwärts. Beim Abzweig rechts der Beschilderung Richtung Watzmannhaus folgen. Zuerst zur Stubenalm, dann zur Mitterkaseralm und vorbei an der Falzalm zum Watzmannhaus (1930 m).

2. Tag – Überschreitung: In Kehren und über kurze Drahtseilstellen zum ersten der drei Watzmanngipfel, dem Hocheck (2651 m). Ab hier sicherer mit Klettersteigset, auf jeden Fall mit Helm. Vorbei an der Unterstandshütte dem Grat folgen über Zacken, zuerst auf dem Grat, später westlich davon. Immer wieder auf und ab, schließlich über Rampen zur Watzmann-Mittelspitze (2713 m). Bei Erschöpfung, Wetterumschwung oder Zeitverschätzung hier umkehren! 

Jetzt am luftigen Grat abklettern und westlich durch eine Rinne in flacheres Gelände. Meist am Grat weiter und in kurzen Serpentinen abwärts in eine Scharte vor einem Aufschwung. Diesen westlich umgehen und auf Bändern zurück auf den Grat. Vorbei an einem Block abwärts und über Steigspuren noch einmal in eine Scharte hinab. Am Grat kurz östlich, dann westlich davon zum Gipfel der Watzmann-Südspitze (2712 m).

Abstieg: Auf dem Grat in eine Scharte, dann durch endloses leichtes Klettergelände (Helm!) bis zu einer Sandreise. Über eine Steilstufe auf eine Wiese, rechts gibt’s endlich Wasser. Durch sandige Rinnen mit Ketten und kurzen Gegenanstiegen hinab zu den Latschen. Weiter steil hinab bis ins Wimbachgries. Ab hier über einen kilometerlangen Hatscher vorbei an der Wimbachgrieshütte (1327 m) und dem Wimbachschloss (936 m) zum Parkplatz.

Watzmann, Hochkaltermassiv

Was für eine Aussicht auf das Hochkaltermassiv.

| © Hans Herbig Photography;

ALPIN-Info

Info: Berchtesgadener Land Tourismus, Bahnhofplatz 4, 83471 Berchtesgaden, Tel. +49 8652 6565040, www.berchtesgadenerland.com 

Anreise: Berchtesgaden liegt im südöstlichsten Zipfel Bayerns. Mit dem Auto über die A 8 und Bad Reichenhall, mit dem Zug Richtung Salzburg und in Freilassing umsteigen.

Beste Zeit: Juli - Oktober

Ausgangspunkt: Wimbachbrücke, 83486 Ramsau, 654 m.

Gehzeiten: Wimbachbrücke - Watzmannhaus 4 Std., Watzmannhaus - Hocheck 2,5 Std,. Hocheck - Mittelspitze 2 Std., Mittelspitze - Südspitze 3 Std., Südspitze - Wimbachgrieshütte 3 Std., Wimbachgrieshütte - Wimbachbrücke 2,5 Std.

Watzmann-Überschreitung

Klassisch: Watzmann-Überschreitung.

| © Strauß

Hütte: Watzmannhaus, 1930 m, DAV, Annette und Bruno Verst, Ende Mai bis Mitte Oktober, Tel. +49 8652 964222, www.davplus.de/watzmannhaus 

Einkehr: Wimbachgrieshütte, 1327 m, Naturfreunde, Bernd und Lisbeth Kreh, Mitte Mai bis Mitte Oktober, Tel. +49 8657/344, www.wimbachgrieshuette.de

Bergführer: Berchtesgadener Bergführerverein, Tel. +49 8652 9789690, www.berchtesgadener-bergfuehrer.de

Literatur: Bernhard Kühnhauser: Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen, Bergverlag Rother, 2015.

Karte: AV-Karte, 1: 25 000, Blatt BY 21, Nationalpark Berchtesgaden.

Ausrüstung: Klettersteigausrüstung, viel zu trinken.

Den GPS-Track der Tour finden Sie unter www.bit.ly/gps-0715.

Die Tour über den Watzmann stammt aus der 15-seitigen Titelstory "Watzmann - Und er ruft doch!" von Sebastian Nachbar. Darin beleuchtet der ALPIN Autor den Watzmann von allen Seiten. Zwischen Mythos und Milchtüten-Motiv: Über kaum einen Berg gibt es so viele Geschichten wie über den Watzmann. Ein Trip durch seine Ostwand und viele Tourenvorschläge rund um den Königssee. Diese Tourenreportage finden Sie in der ALPIN-Ausgabe 07/2015, erhältlich in unserem Online-Shop.

Text von Sebastian Nachbar

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