Bei der Übernachtung gibt es viele Möglichkeiten, den eigenen Fußabdruck in den Bergen so klein wie möglich zu halten.

Bergsport ist immer Tourismus. Denn die wenigsten Wanderer, Kletterer, Mountainbiker oder Sonstwie-Outdoorsportler wohnen mitten in den Bergen. Man reist also an, man übernachtet, droben am Berg oder drunten im Tal. Das freut zwar die Touristiker, aber nicht zwangsläufig die Einheimischen, die zur Hauptsaison von Blechlawinen überrollt werden. Noch kritischer ist das für die Natur.

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Sicher nicht! Bewusst handeln heißt vielmehr die Devise: Bewusst ruhige Bergziele aussuchen, bewusst anreisen (mit Bus & Bahn) und bewusst eine Bio-Unterkunft wählen. Denn 85% des CO2-Fußabdrucks hinterlässt man bereits mit Pkw- Anreise und Übernachtung.

Wann ist ein Hotel ein Bio-Hotel?

Der Verein "Bio Hotels" ist mit über 90 Mitgliedern der größte Zusammenschluss nachhaltig wirtschaftender Hotels. Zu den kontinuierlich überprüften Auflagen zählen unter anderem:

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Gut genug? In vielen Bio-Hotels gibt es eigene Gemüse- und Kräutergärten. Im Bio-Hotel Panorama in Mals (s. u.), kümmert sich Familie Steiner um das Wohl der Gäste. Koch ist Vater Friedrich, Tochter Lena pflegt liebevoll den Kräutergarten.

Möglichst regional und zu 100% bio Gemüse und Obst, Fisch und Fleisch, Kräuter und Gewürze, Limo und Wein – für die Küche wird alles aus zertifizierten Bio-Betrieben bezogen. Maximal drei Ausnahmen werden pro Hotel genehmigt, das aber auch nur bei Kaffee oder lokalen Spezialitäten, die es (noch) nicht in Bio-Qualita¨t gibt. Zubereitet wird frisch – das heißt zum Beispiel auch, dass man in den Küchen keine Mikrowelle findet.

Ressourcenschonend: Die Hotels verwenden ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen und errechnen zudem ihren individuellen Wasser- und Energieverbrauch sowie das Müllaufkommen. Daraus ergibt sich ein CO2-Wert pro Gast und Nacht. Die Hotels müssen alles dafür unternehmen, um letztlich den grünen Bereich von weniger als zehn Kilogramm CO2-Emissionen pro Kopf und Nacht zu erreichen.

Das Gebäude: Auch wenn es derzeit keine baulichen Auflagen gibt, setzen viele Bio-Hotels auf Naturholz und natürliche Textilien und verzichten freiwillig auf schädliche Lacke und Farben.

Nachhaltige Pflegeprodukte: Es wird durchwegs zertifizierte Naturkosmetik verwendet.

Zurück zur Natur in Bayern

© natur-hotel-tannerhof.de

Der Tannerhof liegt in Bayrischzell am Fuß des Wendelsteins. Bereits 1904 startete der Arzt Christian von Mengershausen das Haus als „Zurück-zur-Natur“-Projekt. Und so wird es auch heute noch in vierter Generation geführt! Auf dem weitläufigen Gelände finden Gäste nicht nur viele Tiere, sondern auch alte und moderne Hütten, in denen man übernachten kann. natur-hotel-tannerhof.de

Biologisches Panorama

© biohotel-panorama.it

Das Bio-Hotel Panorama im Vinschgauer Bergsteigerdorf Mals ist Südtirols erstes Bio-Hotel. Für ein gutes Raumklima sorgen Lehmwände und Hanfziegel. Außerdem stammt ein Großteil der Versorgung (inklusive Schnaps) aus dem hauseigenen 3000 m² großen Bio-Garten. biohotel-panorama.it

Traditionell und modern

© naturhotel.at

Im Kleinwalsertal liegt das Chesa Valisa auf 1200 Metern Höhe. Den Kern des Hotels bildet ein traditionelles Walserhaus aus dem Jahr 1507. Vom Spa-Bereich bis zur Küche setzt man auf bewussten Genuss statt auf asketischen Verzicht – alles bio natürlich! naturhotel.at

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