Trinksysteme sind längst nicht mehr nur etwas für Mountainbiker! Sieben Nachrüst-Modelle für Rucksäcke mit Trinksystem-Vorbereitung im Vergleich.

Wer viel und lang in den Bergen unterwegs ist, sollte auch viel trinken. Zwei Liter Wasser sind in Flaschenform schon ziemlich platz- und vor allem gewichtsintensiv. Denn man trägt ja nicht nur den Inhalt der Flaschen. Das ist auch einer der großen Vorteile von Trinksystemen: Sie wiegen wenig. Gerade mal 140 Gramm das kleinste unserer Übersicht.

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Schnellverschluss

Sollte Standard sein: Per Schnellverschluss abnehmbare Schläuche helfen beim Reinigen und Ein-/Auspacken der Trinkblase!

| © Erkens

Weiterer Vorteil: Das Getränk ist sofort verfügbar – ohne lästige Pause, Rucksack absetzen, Kramen. Was beim Wandern und Bergsteigen O.K. ist, kann beim Klettern ein Problem werden. Außerdem ermöglicht der stets verfügbare Schlauch eine konstantere Wasserzufuhr, denn man muss nicht ständig überlegen, ob man wieder eine Trinkpause einlegen möchte oder doch noch ein Stück weitergeht.

Und das ist zugleich auch eines der größten Probleme der blasenartigen Trinksysteme: Man weiß eigentlich nie so recht, wann der Getränkevorrat zur Neige geht, denn die flüssige Erfrischung befindet sich ja gut verpackt auf dem Rücken im Rucksack. Abhilfe schafft nur eine Reserveflasche oder ein Durchflussmesser. Dichtigkeit ist die große Sorge der meisten Anwender – bei der Qualität der heutigen Materialien ist aber kein Thema mehr.

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Problematisch in Sachen Auslaufen ist eher die Handhabung (nicht richtig zugeschraubt bzw. verschlossen oder Mundstück offen gelassen). Ein wichtiger Punkt ist die Reinigung von Schlauch und Blase. Wenn man immer nur Wasser transportiert, ist man aus dem Schneider. Denn die meisten Materialien sind so gewählt, dass man Wasser bedenkenlos mehrere Tage in der Blase stehen lassen könnte. Wer hingegen Säfte oder isotonische Getränke einfüllt, muss die Blase nach jedem Einsatz reinigen.

Praktisch sind da Wendeblasen und Schnellanschluss-Systeme für den Schlauch (mittlerweile Standard), denn so kann die Blase auch ohne Bürste schnell gereinigt werden. Zuletzt ist die Form der Blase entscheidend: Die Öffnung sollte groß genug zum Befüllen und Putzen sein, die Blase selbst eher flach (Nähte in der Blase) und formstabil und das Mundstück einfach zu bedienen (Beißventil ist Standard). Eine hohe Durchflussrate versteht sich von selbst. In diesem Sinne: Wasser marsch!

Die richtige Pflege

Cleaning Kit von Camelbak

Vorbildlich: das Cleaning Kit (23,95 Euro) von Camelbak mit Bürsten, Trockenhaken, Tabs und Schlauch-Clip zum Aufhängen.

| © Camelbak

Wer sein Trinksystem nur mit Wasser befüllt, hat kaum Putz-Probleme. Mit anderen Getränken kommt man um das Reinigen per (Schlauch-)Bürste und/oder Tab (bekannt aus der Senioren-Mundhygiene!) nicht herum. Sonst schimmelt die Blase schneller als man schauen kann …

Text von Andreas Erkens

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10 Kommentare

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Thomas Richter

Gibt's denn endlich mal eine Blase, aus der das Wasser nicht nach Weichmacher schmeckt?

Dagmar Unterweger auf Facebook

Hab meine camelpak trinkblase schon seid ueber 20 jahren.hab nur einmal Das mundstueck ausgetauscht .hab nie ein problem MIT saubermachen(schimmel) einfach im gefrierschrank aufbehalten

Sandra Greis auf Facebook

Ich hab eine hochwertige trinkblase zum Geburtstag bekommen und die ist echt Gold wert! Ich Könnte nicht mehr ohne

Janis Lindacher auf Facebook

Ich bin froh dass ich mich für die 3-Liter Trinkblase entschieden habe. Vor allem wenn man Kinder dabei hat, ist es von großem Vorteil. Dieses ständige auf und absetzen vom Rucksack hat genervt.

Krid Suahtla auf Facebook

subjektiv empfinde ich speziell das Rucksack laufen als eine abgeschwächte Form der Askese...mit Kunststofftrinksystemen geht es meiner Meinung nach in die völlig falsche Richtung, nicht nur das wir aktuell grundsätzlich ein riesiges ökologisches Problem haben....wer rastet rostet (alternativer Fakt)....schneller, höher, weiter fühlt sich so an wie der Job und nicht wie die Flucht davor in die Berge...gerade für Natur/Bergfreunde sollte so langsam das Prinzip der Nachhaltigkeit gelten...

Bine

Bin schon lange sehr zufrieden mit meinem Camelbak (hatte auch schon Deuter und TNF). Leider hat der Sommerschlauch keinen Schutz für das Mundstück - das fliegt eigentlich immer in den Dreck, sobald man den Rucksack irgendwohin lehnt. Beim Winterschlauch gibts ja die Neopren-Kappe. Die ist klasse!

Daniel

die Beste Trinkblase - von Evoc habt ihr leider vergessen - ich hatte z.b. die Deuter und finde das einfach ne Fehlkonstruktion weil man den nicht umstülpen kann zum reinigen - dafür ist das Mundstück besser - meine Empfehlung: Evoc Trinkblase mit Deuter Mundstück..

Birgit Röschmann via Facebook

Benutze seit Jahren den Aquarius von Vaude, 2l. Bin sehr zufrieden damit. Er läßt sich leicht reinigen und trocknet dann auch gut aus. Das Mundstück habe ich schon mal ersetzt, das Teil bekommt man problemlos bei Vaude (bestellen).

alpin.de

Hallo Hans, natürlich kann man den auch ohne Zusatzöffnung nutzen und er ist leichter. Der Schraubverschluss ist halt fürs Ein- und Nachfüllen ohne Komplettausbau etwas praktischer!

Hans Hölzel auf Facebook

Mein freund und I ham den Source widepack (I schon seit 4 Jahren) und muss kurz fragen, warum der von euch gewählte noch eine zusätzliche Öffnung hat ..? I kann den super reinigen und der Verschluss is doch nur was zusätzlich kaputt gehen kann bzw Gewicht schafft .... was sagt ihr? !