Hochtour, Kletterhalle, Klettersteig: viele Einsatzbereiche, ein Gurt. Geht das? ALPIN hat zehn aktuelle Modelle getestet und ist sich sicher: das geht.

So haben wir getestet

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Neun Testerinnen und Tester haben jeden Gurt nach den Kriterien Handling, Tragekomfort beim Gehen und Klettern und Hängekomfort getestet. Zum Handling gehören Faktoren wie Anziehen, Einstellspielraum in der Weite, Gängigkeit der Schnallen, Versorgung von Restbändern und die sinnvolle Ausrüstung mit Details wie Eisclippern, Materialschlaufenbeschaffenheit und Beinschlaufenhalterung (Drop Seat).

!!!Einen aktuellen Test zu Kletterhelmen findest Du hier!!!

Die Testcrew für die Klettergurte: Nicht jeder Gurt passt jedem!

| © Birgit Gelder
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Bei Allround-Gurten ist unserer Ansicht nach der Tragekomfort entscheidend. Daher haben wir dieses Kriterium mit 50 Prozent und Handling und Hängekomfort mit je 25 Prozent gewichtet.

Geklettert wurde im Kletterzentrum in Bad Tölz. Ganz herzlichen Dank an Moni und Franz Melf und Claudia Oberbeil für ihr unkompliziertes Entgegenkommen und den tollen Service.

Fazit

Gut für den Partner-Check: eine farblich abgesetzte Einbindeschlaufe.

| © Birgit Gelder

Letztlich können wir alle zehn Gurte guten Gewissens als Allroundgurte empfehlen. Natürlich spielte der Tragekomfort beim Test eine entscheidende Rolle. Der ist bekanntlich von der Statur des Trägers abhängig. Allerdings kristallisierten sich Modelle heraus, die allen Testpersonen gleichermaßen entgegenkamen.

Die Nase vorn hat der AR-395a von Arc’teryx, der den Testsieg holte. Den Allround-Tipp bekam der Mirage Recco von Beal, der Preistipp geht an den JasperCR 4 von Camp, den wir für Aktionen in allen alpinistischen Spielarten uneingeschränkt empfehlen. Wer es besonders leicht haben will, liegt beim Mirage von Beal und dem WeBee 3 von Ocun richtig, dies ist der Gurt mit der besten Belüftung.

ALPIN-Tipp: Kauftipps

Der Allround-Klettergurt muss vor allem gut sitzen. Am besten im Geschäft den Gurt im Gehen und Hängen mit mehr und weniger Bekleidung ausprobieren. Für welchen Zweck benötige ich den Gurt: Wer mehr zum Klettern geht, sollte auf den Hängekomfort achten. Der Hochtourenalpinist wird mehr Wert auf Gewicht, Packmaß und schnelle Verstellbarkeit achten.

Sind alle Details dran? Verfügt der Gurt über Eisclipper (Befestigung für einen Eisschrauben-Karabiner), starre oder weiche Materialschlaufen aus hartem Kunststoff oder Gewebematerial? Ist ein leicht bedienbarer Drop Seat wichtig? Wie gut lassen sich die Schnallen verstellen? Zum Komfort: Breite Gurte sind bequemer, aber auch voluminöser im Rucksack und eventuell "schwitziger".

Einen Gurt hast Du schon, aber noch kein Klettersteigset?

Text von Johannes Wessel

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