Im aktuellen Test in der ALPIN-Ausgabe 05/2013 werden bei einigen Klettersteigsets Abweichungen zu den Normanforderungen festgestellt. Besonders eklatant ist der deutlich zu hohe Fangstoß (7,3 kN) beim Klettersteigset Classic K-Spring von Climbing Technology. Tests mit solchen Werten lassen die Branche aufhorchen, insbesondere die betroffenen Hersteller. Nach unserer Recherche der letzten Tage scheinen die abweichenden Werte auf einer Unterschiedlichkeit der Prüfhäuser zu basieren.

- Anzeige -

Die Sets, bei denen es beim Fangstoß zu Problemen kam (Salewa Ergo Zip Modell 2012 und Climbing Technology Classic K-Spring) sind beide beim TÜV in Wien zugelassen worden. Dort erfolgt offensichtlich die Fixierung der Klettersteigsets auf der Prüfanlage anders als beim Institut für Fördertechnik (IFT) in Stuttgart, wo ALPIN getestet hat. Dies begründet die unterschiedlichen Werte beim Fangstoß.

Wir lassen aktuell ein Set von Climbing Technology beim IFT nachprüfen. Diese Ergebnisse sowie eine genaue Erklärung der Sachlage werden wir in Kürze auf alpin.de veröffentlichen, ebenso in der nächsten ALPIN-Ausgabe.

Laut der Produzenten sei aber auch der in Stuttgart gemessene Fangstoß des Climbing Technology Classic K-Spring in keiner Weise gefährlich denn gemäß TÜV Austria in Wien erreicht das Set einen Wert deutlich innerhalb der Norm. Gleiches Gilt für das Modell Top Shell Spring von CT. Climbing Technology kann für die Sets gültige Baumusterprüfungen (und damit Zertifizierung) vorlegen.

- Anzeige -

Sollte sich diese Sachlage bestätigen, ist die Situation absolut unbefriedigend. Die Messverfahren müssen angeglichen werden und die Werte 1:1 vergleichbar sein. Leider steht es nicht in der Macht von ALPIN, diesen Missstand zu beheben. Wir können nur durch Tests wie den der Klettersteigsets solche Missstände aufdecken. Leidtragende sind schlussendlich die Hersteller (in diesem Fall Climbing Technology) und vor allem der Endverbraucher.

0 Kommentare

Kommentar schreiben