Leicht, bequem und sicher!? Sind das die aktuellen Helme für den Bergsport? Nicht ganz, denn in unserem Labortest sind fünf der zehn Helme durchgefallen.

Helme verbreiten sich im Bergsport immer mehr. Galt man früher eher als uncool, wenn man „mit“ zum Sportklettern ging, wird man heute hier und da schon schräg angeschaut, wenn man keinen trägt. Wir haben deshalb für Euch getestet, was die aktuellen Modelle taugen - So richtig zufriedenstellend ist das Ergebnis nicht. 

- Anzeige -

Die ALPIN-September-Ausgabe mit dem Helm-Test könnt ihr hier online kaufen.

| © www.alpin.de

So haben wir getestet

Alle Helme wurden in unserem Auftrag bei Newton, einem zertifizierten Labor in Italien, gemäß CE EN 12492 in Auszügen geprüft. Wir ließen dort neben Stoßprüfung von oben auch den Festigkeitstest für die Beriemung und den Abstreiftest durchführen. Die Stoßprüfungen erfolgten mit jeweils zwei Testmustern bei +35 und –20 Grad (± 2 °). Dabei wurden die Kräfte gemessen, mit denen das genormte Gewicht auf die Oberseite und den Hinterkopf einwirkte. 

- Anzeige -

 Für den Praxistest waren verschiedene Testpersonen viele Tage mit den Testhelmen beim Klettern. Nach dem eigenhändigen Einstellen bewerteten die Tester dabei Passform, Tragekomfort und Belüftung. Das Gewicht der Helme wurde auf einer Präzisionswaage in der angegebenen Größe ermittelt.

Fazit

Ein Helm für alles, geht das? Ja, es geht! Und zwar dann, wenn man nicht davon ausgeht, dass man sich heute einen Helm kauft, den man nach regelmäßiger Nutzung in zehn Jahren immer noch in Gebrauch hat. Denn die aktuellen Bergsporthelme sind komfortabel und leicht, aber nicht unbedingt extrem lange haltbar. 

© Birgit Gelder

Unser Test-Sieger ist der Petzl Meteor. Der komplett überarbeitete Klassiker sitzt perfekt am Kopf, lässt sich gut einstellen und wiegt wenig. Außerdem hat er noch die Zertifizierung als Skitourenhelm.

Dem Meteor sehr ähnlich ist der Camp Storm, der mit guter Belüftung und einfachem Handling punkten kann und den Allround-Tipp bekommt. Den Preis-Tipp erhält der Singing Rock Penta. Der Helm sitzt super und ist mit 70 Euro etwas günstiger als die beiden Erstgenannten.

Ein toller Helm ist der Mammut Wall Rider MIPS, aber mit knapp 180 Euro deutlich teurer als die Mitbewerber. Wem Stabilität beim Transport besonders wichtig ist, der ist mit dem Black Diamond Half Dome gut beraten.

Text von Olaf Perwitzschky

- Anzeige -

0 Kommentare

Kommentar schreiben