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Skitour-Special

Mustertour Wetterkreuz

18.12.2010 10:09:17
Das Wetterkreuz, das wir aus dem Wörgetal bestiegen haben, ist ein besonders hübscher Skigipfel, der sich allerdings nicht sehr bedeutsam aus dem Kammverlauf abhebt, der vom mächtigen Acherkogel nach Norden zieht.
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Genussreich: Bei dieser Tour kommen auch Neulinge auf ihre Kosten.
Aber das spielt ja auch keine allzu große Rolle, denn wir haben uns das Wetterkreuz vorgenommen, weil es Sicherheit und Genuss in einem bietet.

Überraschend und besonders eindrucksvoll allerdings ist der Blick vom höchsten Punkt hinab in Richtung Ötztal, denn dort oben steht man wirklich unmittelbar über den Dächern von Oetz. Höchst attraktiv sind zudem die Nah- und Fernblicke auf die Ötztaler Dreitausender.

Die Route
Vom Parkplatz bei der Straßenbrücke ("Alte Klause") folgt man dem Verlauf des Sommerwegs durch den lichten Wald nach Südwesten zur Oberen Issalm (1929 m). Mit nur wenig Höhengewinn zieht die Spur von hier nach Süden ins flache Wörgetal.

Auf einer Höhe von etwa 2100 Metern muss eine felsdurchsetzte Steilstufe umgangen werden, meist tut man dies auf der rechten Seite. Nach diesem steileren Zwischenspiel geht es wieder sanft durch die Oberen Böden.

Unmittelbar nach der Schwarzen Wand zweigt die Spur scharf nach rechts in Richtung Westen ab, um durch eine schöne Mulde zum weitläufigen Gipfelplateau hinauf zu ziehen, dessen höchster Punkt durch eine großes Gipfelkreuz markiert wird.

Die Abfahrt
Erschöpft, aber glücklich: nach der Abfahrt vom Wetterkreuz.
folgt in der Regel der Aufstiegsspur. Für all jene, die noch nicht genug haben, empfiehlt sich folgende Zugabe: Vom Wetterkreuz kann man in Richtung Südosten dem Gratrücken folgend erst das Kleine (2607 m) und im Anschluss das Große Windegg (2644 m) erreichen.

Auf den ersten Gipfel gelangt man durch eine steile Rinne, der Weg zum zweiten führt durch eine felsdurchsetzte Flanke. Von beiden Gipfeln wird anschließend durch das Wörgetal abgefahren.

Die Variante
zweigt bereits vor der Schwarzen Wand vom Anstieg zum Wetterkreuz nach rechts ab. Durch wunderschöne, meist kaum verspurte Mulden steigt man zu einem kleinen Sattel und einem Gipfelchen im Gaißschartlesgrat auf, das die Höhenangabe P. 2419 trägt.

Ein wunderbares Ausweichziel für Individualisten, falls am Wetterkreuz zu viel Betrieb herrschen sollte.

Die Fakten

Wetterkreuz

Gesamtzeit: 4 Std.
Höhenmeter: 850
Schwierigkeit: mittel

Talort

Kühtai, 2017 m, 29 km von der Ausfahrt Sellrain der Inntal-Autobahn. Durch die Höhenlage der Straße sind Schneeketten oftmals erforderlich.

Ausgangspunkt

Von Kühtai über die Westrampe der Passstraße Richtung Ötztal. 3 km nach der Passhöhe führt eine Brücke über den Neederbach (1740 m, Alte Klause). Hier eingeschränkte Parkmöglichkeiten.

Gehzeiten

Zum Abschluss noch ein gutes Essen auf der Hüttenterasse.
Alte Klause - Obere Issalm 0,5 Std.,
Obere Issalm - Obere Böden 1 Std.,
Obere Böden - Wetterkreuz 1,5 Std.

Anforderungen

Außer einigen Steilstufen keine Probleme. Auch für Anfänger gut geeignet. Hangrichtung Aufstieg und Abfahrt vorwiegend Nord und Ost.

Lawinengefährdung

In der Regel kaum lawinengefährdet.

Orientierung

An schönen Wochenenden regelmäßig begangen. Auch bei fehlender Spur ist die Orientierung relativ einfach.

Günstige Zeit

Dezember bis April.

Karte

AV-Karte, 1: 25 000, Blatt 31/2, Stubaier Alpen - Sellrain, mit Skirouten.

Führer

Rudolf und Siegrun Weiss: Skiführer Sellrain - Kühtai. Bergverlag Rother, 2007. Diesem vorzüglichen Führer, der sich mit 50 Routenvorschlägen vorwiegend an Einsteiger und Genießer wendet, wurde diese Anstiegsbeschreibung entnommen.


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18.12.2010 10:09:17
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