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Dann müssen Harscheisen montiert werden. Das sind Bleche, die wie kleine Messer in den Schnee einschneiden und den Ski gegen seitliches Abrutschen schützen. Damit die Harscheisen richtig wirksam werden können, muss die Tourenbindung allerdings ohne Steighilfe verwendet werden.
Und die Aufstiegsspur muss eher quer zur Falllinie angelegt werden und nicht gerade bergauf.
Vorsicht,
Harscheisen sind nicht von einem auf andere Bindungsmodelle "übertragbar". Zur vorausschauenden Tourenplanung gehört auch, dass man sich Harscheisen kauft, die genau zur verwendeten Tourenbindung passen. Und die Montage übt.Der Freeski Surfstyle - Klicken Sie hier!
Auf Tour empfiehlt sich vorausschauendes Handeln ebenfalls: Harscheisen montiert man, bevor man mitten in einem eisig-harten Steilhang steht. Bereits in einem nur 30 Grad steilen Hang kann die Montage von Harscheisen zu einem Balanceakt werden, und man erlebt immer wieder Situationen, in denen Harscheisen, Teile des Rucksackinhalts oder sogar ganze Rucksäcke auf hartem Schnee viele Höhenmeter talwärts rutschen, weil die Entscheidung, jetzt doch Harscheisen zu montieren, erst mitten im Steilhang und damit viel zu spät getroffen worden ist.
Manchmal wird die Schneeoberfläche derart hart und eisig, dass man die Ski besser trägt und mit Steigeisen an den Skistiefeln aufsteigt. Dabei sollte man die Skistöcke in den Händen halten, was bedeutet, dass die Ski an den Rucksack montiert werden müssen.
Ob man die Ski einfach quer unter die Deckeltasche schnallt oder ob man sie in Skibefestigungen an den Seiten des Rucksacks montiert, ob man die Skispitzen oben zusammenbindet oder nicht, ob die Ski-Enden unter dem Rucksack herausragen oder bündig mit dem Boden des Rucksacks enden, das sind fast schon Spitzfindigkeiten.
Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Hauptsache die Ski sind so befestigt, dass sie nicht herausfallen können und so wenig wie möglich wackeln. Dann steigt man angenehmer und sicherer.
Die Ski
werden nicht immer mitgenommen. Besonders, wenn es sich nur um die letzten Meter zum Gipfel handelt, wird man oft die Ski zurücklassen und ohne Ski den Gipfel besteigen. Den Platz, an dem die Ski "geparkt" werden, bezeichnet man als Skidepot. Hier werden die Ski üblicherweise derart tief in den Schnee gesteckt, dass sie sich nicht selbstständig machen können.Vorsicht, während unserer Abwesenheit könnten andere Alpinisten aus Versehen gegen die Ski stoßen, und auch herabfallende Schneebrocken dürfen der Standfestigkeit unserer Ski nichts anhaben können.
Und endlich - der Gipfel ist erreicht! Nach wohlverdienter Pause auf hoffentlich windstillem Gipfel geht es an Abstieg bzw. Abfahrt. Wenn wir den Gipfel mit Steigeisen erklommen haben und auch so wieder zum Skidepot absteigen müssen, dann besteht die Gefahr der Stollenbildung zwischen den Zacken der Steigeisen.
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Dabei setzt sich Pappschnee zwischen den Zacken fest, so dass die Steigeisen wirkungslos werden. Abhilfe schaffen sogenannte Antistollplatten, mit denen heute jedes vernünftige Steigeisen im Handel ausgerüstet ist.
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