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Das große Lawinen-Spezial

Exakt orten, schnell finden

30.11.2010 11:28:29
Die Anforderungen an die Lawinenverschüttetensuchgeräte richten sich vor allem nach den verschiedenen Phasen bei der Suche nach Verschütteten.
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Ein bunter Haufen LVS-Geräte, wir haben sie getestet.

1. Grobsuche

Die Reichweite spielt bei der Grobsuche eine Rolle. Im Test wurden die Reichweiten in alle drei Raumrichtungen (x-Antennen-, y- Antennen- und z-Antennenrichtung) ermittelt.

Dabei wurde im Test immer die digitale Reichweite ermittelt, das heißt ab wann das Gerät einen Entfernungswert und eine Richtungsangabe anzeigt.

Hintergrundinformation
In der Praxis kommt es immer zu einer Vermischung dieser Reichweiten. Allgemein sollte die Reichweite nicht überbewertet werden. Momentan existiert kein einheitliches Verfahren zur Ermittlung der effektiven Reichweite. Vorsicht ist bei einigen Herstellerangaben geboten! Am besten hält man sich im Zweifel an die standardmäßig vorgegebene Suchstreifenbreite von 20 Metern.

2. Feinsuche

Diese Suchphase beginnt nach dem Erstempfang und endet, wenn man sich bis auf etwa drei bis fünf Meter an den verschütteten Sender angenähert hat. Hier wurde die Verfolgbarkeit des Sendesignals entlang der Feldlinie bei waagerechter Sendeantenne sowie bei vertikaler Sendeantenne bewertet.

3. Punktortung

Hier wurde in drei Szenarien die Qualität des Punktortungsmodus bewertet (1. Verschüttungstiefe 50 cm, waagrechter Sender, 2. Verschüttungstiefe 2,5 Meter bei waagrechtem und 3. senkrechtem Sender).

Achtung: In dieser Suchphase werden die meisten Fehler begangen und wertvolle Zeit verloren. Die häufigsten Fehler sind, dass das Gerät zu schnell bewegt wird, die Punktortungs gerade nicht lang bzw. weit genug gemacht und zu oft abgesucht wird.

Besonders hier muss sich jeder Sucher exakt auf sein Gerät einstellen. Training ist unerlässlich!

4. Mehrfachverschüttung

Zum einen wurde bewertet, ob ein Gerät eine Mehrpersonenverschüttung erkennt und ob dem Benutzer wichtige Informationen hierzu (Zahl empfangener Sender, Entfernung, Richtung) gegeben werden.

Weiter wurde die Funktion beim Anwenden einer Strategie zum Lösen einer Mehrfachverschüttung bewertet. Geräte, die einen technischen Ansatz zur Direktverfolgung bieten, wurden in zwei Szenarien getestet. Insgesamt ist das Lösen einer komplexen Mehrpersonenverschüttung mit Sicherheit die größte technische Herausforderung für ein LVS-Gerät.

Die Funktion sollte jedoch nicht überbewertet werden, da es relativ selten zu komplexen Mehrpersonenverschüttungen kommt und in diesen Fällen auch eine Suchstrategie (Dreikreismethode, Mikrosuchstreifen) zielführend sein kann.

Klicken Sie für eine Großansicht!

Fazit für die Praxis

Die Dreiantennentechnologie ist bei den LVS-Geräten mittlerweile Stand der Technik. Da sich bei drei Antennen immer eine Antenne in günstiger Koppellage zum Sender befindet, wird die Genauigkeit, Klarheit und somit die Geschwindigkeit bei der Suche, insbesondere bei der Punktortung erhöht.

Geräte mit nur einer Antenne wie das "Freeride" von Pieps, das "F1" und "M2" von Ortovox haben in der Feinsuche und bei der Punktortung bedeutende Nachteile und bieten deshalb nicht die maximal mögliche Sicherheit.

Text: Florian Hellberg, Chris Semmel

Hier finden Sie den letzten LVS-Test! (ALPIN-Ausgabe 12/2006)


Hier geht's zum Startartikel des großen Lawinen-Specials auf alpin.de!


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30.11.2010 11:28:29
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