Die Skitourensaison geht zu Ende, doch was tun mit Ski, Bindung, Stiefel und Co.? Hier unsere Pflegetipps.

Wer seine Skitouren-Ausrüstung nach der letzten Tour ohne fachgerechte Nach-Wartung in Keller oder Garage verbannt, wird spätestens in der nächsten Wintersaison wenig Freude an seinem Equipment haben. Um Schäden von vornherein zu vermeiden, sollte man daher etwas Zeit aufwenden, bevor Ski, Bindung, Stiefel und Co. eingemottet werden.

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Skibindung

Der Skitourenbindung, die aus 150 bis 200 Einzelteilen bestehen kann, kommt in der Nachsorge besondere Bedeutung zu. Durch den Rest-Schmutz der Wintersaison kann die Mechanik der Bindung so beeinträchtigt werden, dass sich die Auslösewerte ändern.

Nach der letzten Skitour ist vor der ersten: Wer etwas Zeit für die Pflege mitbringt, hat lange Freude an seinem Equipment.

| © Picture Alliance
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Die Sicherheitsbindung und alle Kontaktflächen sollten deshalb vor dem Einwintern sorgfältig mit Wasser und einer ausrangierten, weichen Zahnbürste ordentlich gesäubert werden. Ein Spezialspray, dessen Rest zu Saisonbeginn sanft wieder zu entfernen ist, schützt die sensiblen Teile in der Sommerpause.

Ganz wichtig: Checken ob alle Teile der Bindung vorhanden und in Ordnung sind, wie Schrauben, Skalenfenster, etc. und gleich beim Sportartikelhändler ersetzen lassen, wenn etwas verloren gegangen ist.

Lagern sollte man das Ski-Set am besten mit geschlossener Bindung. So ist die Auslösefeder entspannt und wird nicht strapaziert. Von einem manuellen Entspannen der Feder sollte man lieber die Finger lassen: Zu groß ist die Gefahr, dass man am Anfang der Saison vergisst, dass die Feder gelöst ist.

Ski

Verschlissene Kanten, die unbehandelt gerne Flugrost einfangen, sollten fachgerecht abgeschliffen, zerkratzte Beläge schon jetzt und nicht erst im nächsten Winter ausgebessert werden. Ob man hier selber Hand anlegt oder lieber dem Sportartikel-Fachhändler vertraut, bleibt jedem selbst überlassen.

Den Belag sollte man komplett mit einem milden Reinigungsmittel, am besten Spülmittel, säubern und gut abtrocknen lassen. Großzügig wachseln empfiehlt sich ebenfalls, damit der Belag nicht an Elastizität verliert und Staub und Schmutz keine Chance haben.

"Ski lagert man am besten stehend und vor allem trocken. Schon bei hoher Luftfeuchtigkeit bildet sich Flugrost an den Kanten. Die Garage ist nicht der beste Ort für Ski. Ein trockener Kellerraum mit konstanter Temperatur ist besser. Wenn du es perfekt machen willst, wachst du die Ski noch (heiß), bevor du sie einlagerst, und zwar so, dass die Kanten überdeckt sind. Das Wachs ziehst du dann nicht ab, sondern lässt es über den Sommer drauf", empfiehlt ALPIN-Ausrüstungsexperte Olaf Perwitzschky.

Ski-Schuhe

Innenschuh ausbauen und perfekt trocknen lassen, dann haben Schimmelpilze keine Chance. Danach wieder zusammenbauen und mit geschlossenen Schnallen an einem trockenen Ort lagern.

Ersatzteile

Auch wenn man vom Winter nichts mehr wissen will und sich auf den Sommer vorbereitet. Ersatz für kaputte oder fehlende Teile der Ski-Ausrüstung lassen sich am besten jetzt gleich und kostengünstig im Ausverkauf beim Fachhändler besorgen und austauschen.

Ausrüstung

Stöcke, Handschuhe, Brille, Protektoren etc. grundreinigen und vorsorglich auf Schäden überprüfen.

Mit freundlicher Unterstützung von Tyrolia.

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1 Kommentar

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Hansjörg 'Bär' Temperli

noch besser, die Skier in einem nicht isolierten Dachstock direkt unter dem Dach lagern. durch die Temperaturschwankungen zieht der wächst jeden Tag ein wenig mehr ein und wird über Nacht wieder hart. Machen die Profis auch, nur haben die spezielle wärmeschränke die diesen Zyklus schneller machen.