Was kann man gegen den üblen Geruch bei synthetischer Sportbekleidung unternehmen?

Frage von Noki auf alpin.de: Hi Olaf, ich steh eigentlich auf synthetische Sportklamotten, weil sie leicht sind und den Schweiß gut abtransportieren bei meinen favorisierten Sportarten trailrunning und mountainbiken. Was mich aber tierisch nervt, ist, dass die Dinger egal ob Hosen oder Shirts über kurz oder lang heftig zu stinken beginnen. Selbst von Markenherstellern und mit diesen Silberteilen drin, ist es nur eine Frage der Zeit und man kann die oft sauteuren Teile eigentlich nur noch anziehen wenn man weiß, dass man niemanden unterwegs trifft. Heißt: Man kauft sich bald wieder was Neues, obwohl die Dinger von der Funktion und von der Optik her noch völlig o.k. sind. Das kann's doch nicht sein. Was kannn man a, machen, dass die Teile nicht zu stinken anfangen und was kann man b, machen, um den Gestank wieder wegzubringen? Danke und Grüße, Noki

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Antwort von Olaf: Ich bin was die Funktion angeht ganz bei Dir. Bei schweißintensiven Sportarten ist synthetische Funktionswäsche allen natürlichen Produkten (Merino etc.) überlegen. Aber Synthetik stinkt schnell. Es gibt inzwischen ein Mittel, das recht gut gegen das schnell stinken hilft: Polygiene. Ich habe es in unterschiedlichen Formen ausprobiert und war sehr angetan. Es gibt Bekleidungsstücke, die sind von Haus aus mit Polygiene ausgestattet (extra Hänger am Produkt) man kann es aber auch im Nachhinein aufbringen, so z.B. einwaschen oder sprühen. Es hält etliche Wäschen lang und bewirkt zwar nicht, dass Dein Shirt gar nicht mehr stinkt, aber doch SPÜRBAR weniger. Probier es mal aus.

So riecht Ihre Sportbekleidung länger frisch.

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Nachfrage von Noki auf alpin.de: Hi Olaf, danke für Deine Antwort mit den Klamotten. Hab' mir das Spray bestellt und es ist zumindest um einiges besser geworden. Mal sehen, wie lange es hält. Mein Kumpel meinte, man sollte auf jeden Fall verhindern, dass der Gestank überhaupt entsteht. Also die Klamotten auf gar keinen Fall nass-schweißig zusammengeknüllt in die Schmutzwäsche werfen, sondern direkt nach dem Sport zum Trocknen aufhängen oder - noch besser - in die Gefriertruhe schmeißen und von dort in die Waschmaschine. Die Minusgrade würden die Bakterien töten. Ist das so? Und verträgt das Material Minus 18 Grad? Und die Waschmaschine ein prügelhart gefrorenes Teil? Danke und Grüße

Antwort von Olaf: Nassgeschwitzt und zusammengeknüllt, am besten noch in eine Plastiktüte, das klingt nicht wirklich gut. Da entstehen Gerüche auf jeden Fall deutlich eher. Grundsätzlich gilt: so schnell wie möglich trocknen. Aber wenn du das Kleidungstück hinterher eh wäschst, brauchst du es meiner Meinung nach vorher nicht in die Tiefkühltruhe zu legen. Was soll das bringen? Grundsätzlich tötet die Kälte schon Bakterien ab. Skitouren-Innenschuhe (oder Kletterschuhe) beispielsweise kann man gut mal in die Tiefkühltruhe legen. Aber ein Allheilmittel ist das auch nicht. Meine Erfahrung mit Polygiene bei Bekleidung und Schuhen ist da deutlich besser. Nur bei Schuhen helfen auch antibakterielle Schuh-Deos oder sogar ganz normale Deo-Sprays.

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Ihre Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Ihre Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

Text von Olaf Perwitzschky

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