Wie sichert man am Klettersteig auf Passagen mit eingeschneitem Seil richtig?

Frage von Cathrien auf alpin.de: Hallo! Da ich seit relativ kurzer Zeit eine gewisse Höhenangst entwickelt habe und damit Wege, die ich davor wie eine Gams hinaufgerannt bin, nun nicht mehr einfach so gehen man , wollte ich nachfragen wie man jemanden wie mich z.B. am Klettersteig auf Passagen sichert, wo das Seil eingeschneit ist? LG, Cathrien

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Antwort von Olaf: Hallo Cathrien, meine erste Frage: Wieso hast du auf einmal Höhenangst? Gab es einen konkreten Auslöser? 

Zur Sicherungstechnik: Auf verschneiten Klettersteigen zu sichern, ist je nach Verhältnissen nicht ganz einfach. Ist das Drahtseil oder andere Fixpunkte soweit unter dem Schnee, dass man nicht herankommt, wird es schwierig.

Dann kann man nur selber nach Sicherungspunkten schauen, z.B Felsköpfel, Eisschrauben setzen oder einen T-Anker graben. Das alles setzt aber voraus, dass du mindestens mit einem Partner unterwegs bist und dass ihr als Seilschaft geht. Nur mit dem Klettersteigset geht da nichts. Das heißt auf gut Deutsch, dass, wenn diese Situation eintreten könnte, immer ein Seilstück (mindestens 30 Meter) mit sollte.

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Meist ist es tatsächlich das beste, die Fixpunkte auszugraben, wenn man als Seilschaft geht. Dann hat man zumindest einen soliden Standplatz und, wenn man sich die Arbeit macht auch verlässliche Zwischensicherungen. Liegt noch so viel Schnee, dass das nicht möglich ist, ist es wohl das beste, sein Projekt zu verschieben. 

Hier der ALPIN-Test Klettersteigsets aus dem jahr 2018 zum Durchklicken.Den ganzen Artikel findet Ihr hier.

Mehr Fragen von Lesern und Usern sowie die Antworten von Olaf findet Ihr unter: alpin.de/olaf.

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Eure Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Eure Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

Text von Olaf Perwitzschky

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