Ich würde gerne eine Nacht am Berg verbringen. Wo ist das erlaubt und wo verboten? In Österreich gibt es dazu verschiedene Regeln.

Frage von Stefan auf alpin.de: Ich habe bereits versucht, mich darüber zu informieren, inwiefern es in Österreich erlaubt ist zu biwakieren. Da bin ich auf unterschiedliche Regelungen von Bundesland zu Bundesland gestoßen. Daraus wurde ich dann auch nicht schlau. Im Sommerurlaub plane ich einige Touren in Österreich, Nationalpark Hohe Tauern, Osttirol. Das spezielle Ziel ist weit abgelegen und der Weg ist sehr lang. Daher würde ich gerne eine Nacht am Berg schlafen, und weil keine Hütten in der Nähe sind, wäre ein Biwak die einzige Möglichkeit. Ist das nun erlaubt oder nicht?

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Antwort von Olaf: In Österreich ist das Zelten oder Biwakieren, wie du schon selber herausgefunden hast, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. In Deutschland gibt es dagegen eine pauschale Regelung, die besagt, dass man sich vor allem mit dem Grundstückseigentümer abstimmen muss. In der Tauern-Region ist Zelten/Biwakieren nicht generell verboten – heißt also: man kann biwakieren. Für Osttirol gilt das Gleiche.

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass man für eine Nacht in kleinen Gruppen (nicht mehr als drei Personen) immer dann keine Probleme bekommt, wenn man weit weg von Hütten oder Almen übernachtet (ob mit oder ohne Zelt) und sich vernünftig verhält. Müll mitnehmen, kein Feuer machen (außer Kocher), für die Notdurft weit weg von Gewässern gehen und sie möglichst vergraben. Wenn man nicht seinen vierwöchigen Urlaub auf ein und demselben Fleck verbringt, sondern nur eine oder zwei Nächte dort bleibt, ist das in den allerseltensten Fällen ein Problem. (Stand 2012)

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Ihre Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Ihre Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

Text von Olaf Perwitzschky

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2 Kommentare

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Olaf

Hallo Flo,

die Puez ist schon in Ordnung. Ein typischer Vertreter der leichten, wasserdichten Jacken. Es gibt allerdings wie die aus unserem Test in der Ausgabe 10/2016 hervorghet Jacken, die noch einiges leichter sind und auch wassrdicht un gewissen Maße atmungsaktiv, beispielsweise die Montane Minimus 777, die nur 140 Gramm wiegt (die Puez wiegt 100 Gramm mehr).

Allerdings darfst du dir von dieser Kategorie von Jacken nicht zuviel versprechen. Es sind Leichtjacken ....

Viele Grüße und viel Erfolg

Zahnfutzi

Hallo Olaf,
Ich bin auf der Suche nach einer möglichst leichten und klein verstaubaren Jacke für meine anstehende Tour in den Zillertalern! Ich kam jetzt auf die puez lightshell von salewa, evtl. mit einer Weste als midlayer falls es wirklich kalt werden sollte! Kannst du was zu der Jacke sagen, oder hättest du evtl. einen Tipp für mich? Gruss, Flo