Welche Eisgeräte sind bei Skitouren an Steilflanken mitzunehmen? Moderne Eisgeräte mit ausgeprägtem Griff sind zu empfeheln. Allerdings muss man die Ausrüstungszusammenstellung spezifisch von Skitour zu Skitour entscheiden.

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Frage von G. Jannik, per Mail: Jetzt ist die Zeit für Steilflanken, egal ob mit Ski (am Rücken) oder zu Fuß.

Ich weiß nicht so recht, was ich da an Eispickeln mitnehmen soll. Sind zwei Steileisgeräte sinnvoll? Oder zwei Eispickel? Oder macht es Sinn, mit zwei verschiedenen Geräten unterwegs zu sein?

Antwort von Olaf: Wenn du von Steilflanken sprichst, gehe ich mal davon aus, dass du (Schnee-)Flanken mit 45 bis 55 Grad Neigung meinst.

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Was du da am sinnvollsten mitnimmst, kommt sehr auf die Bedingungen und deine Sicherheit in dem Gelände an. Und natürlich darauf, was du daheim an Material hast.

Fangen wir mal mit der Negativ-Option an. Für solche Unternehmungen nicht geeignet sind die modernen Eisgeräte mit ausgeprägtem Griff. Diese sind im Zweifel (zum Beispiel beim Überwinden der Randkluft) nicht als Rammpickel einsetzbar (mit dem Dorn nach unten möglichst tief im Schnee versenken) und das kann da manchmal dringend notwendig sein.

Damit ergibt sich auch schon der Inhalt der restlichen Antwort. Ich denke die optimale Kombination ist ein Pickel mit etwas steilerer Haue, diesen nicht zu lang (ca. 55 cm bis 60 cm). Und dazu ein gemäßigtes Steileisgerät. 

Zwei unterschiedliche Geräte in einer Eis- oder Firnflanke sollten kein Problem sein, weil du die meiste Zeit in der Stützkopftechnik unterwegs sein wirst. Das heißt, du greifst den Pickel ganz oben am Schaft unter der Haue und stützt dich nur darauf. 

Mit Schaftzugtechnik (wie beim Eisklettern) wirst du nur dann klettern, wenn du Blankeis hast oder bei kürzeren, steileren Passagen. Mit solch einem Mix an Eispickeln bist du bestens ausgestattet. 

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Eure Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Eure Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

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Text von Olaf Perwitzschky

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