In einer Dreierseilschaft ist es sinnvoll (und am schnellsten), wenn immer derselbe vorsteigt.

Frage von M. Petzold, Stuttgart: Wir gehen öfters zu dritt zum Klettern und wechseln uns in der Führung auch ganz gerne ab. Aber das ist immer ein ganz schönes Kuddelmuddel am Stand. Gibt es da irgendeine sinnvolle Vorgehensweise, wie man das optimieren kann?

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Antwort von Olaf: Zu dritt in Wechselführung ist immer ungünstig. In einer Dreierseilschaft ist es von Vorteil, wenn immer derselbe vorsteigt. Dann ist man nicht viel langsamer, als wenn man zu zweit unterwegs ist.

Will jeder mal vorsteigen, wird es schwierig bzw. aufwendig. Da ist es das schnellste, wenn man sich am Standplatz umbindet, also quasi die Plätze in der Seilschaft tauscht.

Aber Achtung: Besonders bei der Umbindeaktion immer darauf achten, dass jeder zu jeder Zeit gesichert ist, also – wenn nicht eh schon geschehen – nochmal mit einer extra Bandschlinge und Verschlusskarabiner sichern.

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Meine Empfehlung: Jeder steigt ganze Passagen vor und nicht nur einzelne Seillängen. Wenn das Leistungsniveau unterschiedlich ist, könnt ihr mit einem Topo schon am Einstieg ausmachen, wer welche Seillängen bzw. Passagen vorsteigt.

Davon abgesehen ist das Handling am Stand nichts anderes, als wenn in einer Dreierseilschaft immer derselbe vorsteigt. Ich sichere mit alpinem Tuber und mache auf das Seil hinter dem Tuber am Stand einen Knoten.

Dann sind die Nachsteiger schnell gesichert und können sich später selbst die Länge ihrer Sicherung noch recht einfach korrigieren.

Hier unser Produkttest Kletterhelme aus dem Jahr 2016:

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Eure Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Eure Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

Text von Olaf Perwitzschky

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