- Anzeige -
Wahrscheinlich beginnt eine Skitour sogar schon am Abend vorher. Denn da sollte man den Rucksack mit klarem Kopf und Überlegung packen, nicht am frühen Morgen mit verquollenen Augen. Besser funktionell und mit einer gewissen Logik packen. Die Felle gehören in der Regel schon daheim auf die Ski.
Der wichtigste Check
Vor dem Start ist ein Ausrüstungscheck obligatorisch. Vor allem muss die ganze Gruppe, also jeder einzelne Teilnehmer, die Verschüttetensuchgeräte auf beide Funktionen testen. Wer mit Batterien spart, gefährdet sich und andere. Ein regelmäßiges Warten der Geräte beim Hersteller ist empfehlenswert.
Keine zu steilen Spuren legen.
Langsam losgehen und nicht rennen wie ein gespritzter Esel, nur weil man friert. Die morgendliche Hetze rächt sich im Laufe des Tages bitter. Die Tibeter sagen: Wer schnell auf einen Berg will, sollte langsam gehen. Ab der Hälfte des Aufstieges kann man das Tempo etwas erhöhen.
Die Spur ist das Geheimnis
Sie sollte genau dem Gelände angepasst sein. Denn von der Wahl der richtigen Aufstiegsspur hängt vieles, vielleicht alles ab. Auch wenn es mühsamer ist und es vermeintlich auch anders ginge - Sicherheit geht vor. Die Spur sollte vernünftig, das heißt nicht zu steil angelegt sein, sonst kostet sie nur Kraft. Wenn es das Gelände zulässt, sollte auf allzu viele Spitzkehren verzichtet werden.
Offene Augen sehen mehr
Der richtige Abstand erhöht die Sicherheit.
Kleine Hilfe, großer Nutzen
Vor allem im Frühjahr bei oft beinharten Hängen gehören die Harscheisen frühzeitig eingesetzt. Noch bevor die kräftezehrende Rutscherei beginnt. Und bei Hangquerungen gehören die Hände nicht in die Schlaufen der Skistöcke. Nur so lässt sich die Grifflänge am Besten variieren. Ummantelte Stöcke bis zum ersten Gewinde sind überaus angenehm.
Rücksicht auf den Vordermann
Meist gehen Skitouren-Gruppen den Aufstieg eng hintereinander an. Doch ein wenig Abstand ist angebracht, denn es ist nervend, wenn der Hintermann dem Vordermann ständig auf die Skienden steigt. Bei Spitzkehren wird dann auch die Wartezeit nicht so lang. Trotzdem sollte jeder versuchen, seinen Rhythmus zu gehen und sich nicht vom Tempo der anderen "drücken" zu lassen.
Zur rechten Zeit
Stehenbleiben und trinken: So viel Zeit muss sein.
Das Depot
Ist der Gipfelaufbau eines Berges zu steil, legt man normalerweise ein Skidepot an und geht zu Fuß weiter, möglicherweise sogar mir Steigeisen. Dazu werden die Ski in den Schnee gesteckt und nicht einfach hingelegt. Der Rucksack gehört samt Ausrüstungsgegenständen und Dingen für Notfälle mit auf den Gipfel.
Fazit:
Skitourengehen ist eine komplexe Angelegenheit und verlangt einiges an Wissen. Für alte Hasen kein Problem, für Neulinge ein Prüfstein.
Text: Walter Lücker
Fotos: Bernd Ritschel
Aus ALPIN 12/2006 (Text gekürzt)
Zur Einzelheftbestellung
Weitere Informationen:
Skitouren: Was muss mit auf Tour?
Produkttest Skitourenhose
Produkttest Skitourenfelle
Produkttest Tourenski
Das muss mit: Checkliste Skitouren
Skitouren: Die richtige Aufstiegstechnik
Einschätzung des Lawinenrisikos
Tiefschnee-Technik für Einstieger
Seite versenden
Seite drucken
Sitemap 