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"Zur Planung einer Skitour gehört auch der Gedanke an die Abfahrt", sagt Hans Kammerlander. Der Südtiroler Extrembergsteiger, der auf 13 Achttausendern stand und vom Nanga Parbat und Mount Everest mit Ski abfuhr, ist der Meinung, "dass zur Abfahrt sogar noch mehr Aufmerksamkeit gehört."
Und tatsächlich, hinauf gestiegen ist man "schnell" irgendwo. Einer Spur zu folgen und zu hoffen, dass sie sicher ist, geht oft recht gut. Auch hat man im Aufstieg mehr Zeit, das Gelände zu betrachten und die Gefahrenpunkte auszumachen.
Oben dann, wenn es einzig noch darum geht, wieder hinunter zu kommen, wenn die Kräfte unter gewissen Umständen fast schon verpulvert sind, wenn das skifahrerische Können nicht gut genug ist, wenn schwierige Verhältnisse herrschen, dann potenziert sich im Minutentakt das ohnehin vorhandene Restrisiko.
"Aufstieg und Abfahrt" sagt Hans Kammerlander, "sind zwei vollkommen verschiedene Arten der Planung." Jeder noch so gute und konditionsstarke Aufsteiger müsse die Tour vor allem auf sein skifahrerisches Können hin planen. "Wer Skifahren erst auf Tour lernen will, hat sich das falsche Sportvergnügen ausgesucht." Runter gekommen sind sie noch alle, doch so mancher hat sich hinterher nach dem "Wie" gefragt.
Doch wer es kann, für den ist bei guten Verhältnissen, ganz gleich ob im Pulver oder bei zwei Zentimeter Superfirn, die Abfahrt ein rauschender Genuss. Und der sollte am Besten erst enden, wenn man vor lauter Glückseligkeit beim letzten Gatter oder gar erst am Auto abschwingt.
Text: Walter Lücker
Aus ALPIN 02/2006
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