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Der Vorwurf seiner Kameraden lautete bislang, Messner habe in blindem Ehrgeiz den 8125 Meter hohen Nanga Parbat überschritten und seinen erschöpften Bruder alleine auf der Aufstiegsroute über die Rupalflanke zurück geschickt.
Messner hatte seinerseits den Kameraden vorgeworfen, sie hätten ihn und seinen Bruder nicht gesucht, als beide nicht vom Gipfel zurückkamen. Er habe sich erst kurzfistig entschlossen, die Überschreitung zu wagen, da die Route über die Diamir-Seite die vermeintlich leichtere gewesen sei, um sich gemeinsam mit seinem Bruder ins Tal zu retten. Günter sein dann während des Abstiegs vermutlich von einer Eislawine erfasst worden, während er, Reinhold, den Weg ins Tal erkundete.
Diese Version war durch den Fund des Knochen eines Wadenbeines in der Diamirflanke gestärkt worden. Der Knochen konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit Günter Messner zugeordnet werden.
"Es ist unbestreitbar, dass es mein Bruder ist!"
Ist sich sicher: Reinhold Messner.
Messners Angaben in dem Interview zu Folge, sei vor allem der gefundene Schuh ein Indiz, dem nahezu Beweischarakter zukäme, dass es sich bei dem gefundenen Bergsteiger um seinen Bruder handele."An diesem Schuh sind einige Details, unter anderem eine bestimmte Schlaufe zur Befestigung der Steigeisen, die nur wie uns sonst niemand hatten", erklärte der 60-Jährige wörtlich. Weiterhin seien passende Kleiderstücke gefunden. Auch die Haare entsprächen denen Günter Messners.
Der Körper sei, so Messner weiter, auf 4300 Metern Höhe gefunden worden, sehr nahe an der Stelle, wo vor fünf Jahren schon der Knochen gefunden worden war. Damit sei seine Version bewiesen. Der Südtiroler äußerte Genugtuung, dass die "Rufmordkampagne" nun endgültig ad absurdum geführt sei.
Messner erklärte weiter, er werde vor Ort ein Begräbnis nach tibetischem Ritus organisieren. Der Leichnam seines Bruders werde dann in einer Gesteinspyramide ihre letzte Ruhe finden.
Er kündigte für den 04. September eine Pressekonferenz in Islamabad an, in der er sich den Fragen der Öffentlichkeit stellen werde.
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