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Wenige Wochen vor seinem Tod im großen Interview: Hari Berger. Foto: von Nayhauß.
Wenige Stunden später, am 21.12. um 00:31, brachte Haris Freundin Kirsten Buchmann eine gesunde Tochter zu Welt.
Einige Wochen vor dem Unglück hatte Dirk von Nayhauß Hari Berger in seinem Haus besucht und den dreifachen Eiskletterweltweister für die ALPIN-Serie EXTREM EHRLICH ausführlich interviewt. Das ganze ehrliche Interview finden Sie in ALPIN 03/2007 (ab 21.02. am Kiosk). Auf alpin.de präsentieren wir Ihnen exklusiv weitere Antworten von Hari Berger.
ALPIN: Du bist dreimaliger Weltmeister im Eisklettern, willst Dich jetzt aber zurückziehen. Warum?
Harald Berger: Es interessieren mich sehr stark Erstbegehungen und Reisen, und das geht mit den Wettkämpfen nicht, weil die genau dann stattfinden, wenn das Eis gut steht. Ich will gerne nach Norwegen, wo die allerbesten und höchsten Wasserfälle sind.
Video zum Eiskletterweltcup 2006, u.a. mit Ines Papert und Hari Berger. Quelle: www.youtube.com.
ALPIN: Hast Du die Wettkämpfe bisher gemacht, um bekannt zu werden?
Harald Berger: Nein, weil sie mir Spaß gemacht haben. Erst im Nachhinein ist mir klar geworden, dass das meine Basis war, auf der ich meinen Bekanntheitsgrad ausbauen konnte. Ich bin dreimal Weltmeister geworden, ich habe dreimal den Gesamt-Weltcup gewonnen. Ob ich das jetzt ein viertes Mal schaffe, das interessiert die Medien nicht.
ALPIN: Die Zeitschriften berichten ja auch kaum noch darüber.
Harald Berger: Als ich im Frühjahr den Gesamt-Weltcup gewann, war ich genau in einer Zeitschrift mit einem fünf mal drei Zentimeter großen Bild drin. Kurz danach haben wir in Chile eine Erstbegehung gemacht, die recht spektakulär war - eine reine Eisroute, bis zu WI 7+, überhängende Dächer. Von der Leistung her war das für mich bei weitem weniger als der Gesamt-Weltcup. Das war mit irrsinnig viel Trainingsaufwand, Taktik und Technik verbunden. Doch mit der "Senda Real"-Route war ich in jedem Magazin - in Amerika und in Europa.
Sympathieträger: Hari Berger war in der Szene überaus beliebt. Foto: von Nayhauß.
Harald Berger: Klar. Wenn ich Präsenz zeige, steigert das meinen Marktwert.
ALPIN: Wie groß ist der Druck, immer wieder spektakuläre Projekte zu machen, um sich verkaufen zu können?
Harald Berger: Den sehe ich derzeit gar nicht so groß, weil ich durch die Weltmeistertitel und die Weltcup-Siege, durch verschiedenste Erstbegehungen oder Wiederholungen in allen Bereichen etwas geschafft habe, auf dem ich aufbauen kann. Außerdem habe ich in mir einen Gegenpol, der sagt: "Hari, tue das, was Dir Spaß macht. Lass Dich nicht zu sehr unter Druck setzen."
Die Fragen stellte Dirk von Nayhauß.
Das ganze ehrliche Interview mit Harald Berger in voller Länge finden Sie in ALPIN 03/2007.
Bitte um Spenden
Der Bergführer und Extremkletterer Albert Leichtfried hat in Absprache mit der jungen Mutter eine Spendenaktion ins Leben gerufen. "Um die kritische finanzielle Situation von Kirsten und Zoe aufzubessern, wurden von den Freunden Haris und dem Salzburger Bergführerverband Spendenkonten eingerichtet", schreibt er auf seiner Homepage. "Für Kirsten ist jetzt jede Unterstützung wichtig", ergänzen Alexander und Thomas Huber auf ihrer Homepage.
Hier die drei Konten:
"Spende Harald Berger"
Kontonummer: 0797578810
BLZ: 70080000
Dresdner Bank München
Spendenkonto / fund raiser "Bergführerverband/guides association - Harald"
Bank: RAIKA Bad Vigaun
BLZ/bank-nr.: 35322
Konto.Nr./account: 351 3801
Für EU-Standardüberweisung (aus EU-Ländern)
BIC: RVSAAT2S022
IBAN: AT37 35322 0000 351 3801
Spendenkonto / fund raiser "Berger Harald - Spendenkonto"
Bank: Hypo Salzburg
BLZ/bank-nr.: 55000
Konto.Nr./account: 114 0000 1016
BIC: SLHYAT2S
IBAN: AT68 5500 0114 0000 1016
Weitere Informationen zu Hari Berger:
www.haraldberger.at
Kondolenzliste für Hari:
www.bergsteigen.at
Weitere Online-Extras der Interviewserie Extrem Ehrlich:
Stephan Siegrist: "Manchmal habe ich die Nase voll"
Ueli Steck: "Bin nicht anders als alle anderen auf dieser Welt"
Ines Papert: "Zufrieden bin ich erst, wenn ich oben stehe"
Alexander Huber: "Das Warten auf den Morgen ist elend..."
Hari Berger: "Ich habe etwas geschafft, worauf ich aufbauen kann..."
Dean Potter: "Ich nehme den Schmerz weniger wahr als andere"
Thomas Huber: "Zweifeln darfst du nicht!"
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