- Anzeige -
Mit dem Massentourismus kam der Müll auf den Berg. "Weil es so schwer ist, es wieder herunter zu bringen", begründete der Italiener aus Südtirol. Neben Sauerstoffflaschen, Gaskartuschen und Zelten, die einfach liegen gelassen werden, sieht Messner auch die Exkremente von abenteuerlustigen Touristen als Problem an. "Da die Fäkalien dort oben nicht richtig entsorgt werden können, kommt alles ins Grundwasser."
Schon der jüngst verstorbene Sir Edmund Hillary hatte zugegeben, bei seiner Erstbesteigung Abfall zurückgelassen zu haben. Seither haben sich tausende Expeditionen an dem Berg versucht und Schätzungen zufolge 50 Tonnen Müll zurückgelassen. Hauptgrund für das Müllproblem am Everest ist, dass viele Bergsteiger auf dem Rückweg vom Gipfel durch Anstrengung und Sauerstoffmangel zu geschwächt sind, um ihre Ausrüstung wieder mit ins Tal zu nehmen.
Damit einhergehend prangert der Extrembergsteiger an, dass dem Everest dadurch auch der ihm eigene Flair verloren gehe. "Heute wird der Everest als Reisemöglichkeit angeboten, die ganz normal gebucht werden kann." Ohne Garantie jedoch, dass man es bis auf den Gipfel schaffe. Ohne eigene Anstrengung ist der Aufstieg für Messner jedoch sinnlos: "Ich kann das Erlebnis ja nicht kaufen."
Seite versenden
Seite drucken
Sitemap 
