Nachdem Ueli Steck bereits im vergangenen Jahr auf der Heckmaier Route mit 3 Stunden und 54 Minuten einen Rekord aufgestellt hatte, stieg er am 13. Februar erneut durch die Eigernordwand und erreichte mit 2 Stunden 47 Minuten und 33 Sekunden eine neue Bestmarke, die in Zukunft schwer zu knacken sein dürfte.
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In weniger als drei Stunden durch die legendäre Nordwand: Ueli Steck stellte einen neuen Rekord auf. Foto: Daniel Mader
Auf seiner Website www.uelisteck.ch beschreibt der Schweizer, wie er die neue Fabelzeit geschafft hat: "Ich war überzeugt, dass noch mehr Potenzial in der Rekordzeit vom letzten Jahr liegen würde. Zur Zeit befinde ich mich wieder in der Vorbereitung für die nächste Expedition. Das Training verläuft sehr gut und ich konnte meine Leistung in der Ausdauer deutlich verbessern.
Die Taktik habe ich auch geändert. Hatte ich mich letztes Jahr noch dreimal mit 15 Metern Seil gesichert, bin ich ohne jegliche Seilsicherung durch die Wand gestiegen. Ich benutzte nur eine Schlinge, die mir erlaubte zwischendurch die Haken einzuhängen.
Die ganze Ausrüstung wurde dadurch noch einmal drei Kilogramm leichter gegenüber der Rekordbegehung vom letzten Jahr. Außerdem habe ich mein Körpergewicht um fünf Kilogramm reduziert. Das heißt, dass ich jetzt acht Kilogramm leichter unterwegs war.
Mit neuer Taktik durch die Wand: Steck verzichtete auf Seilsicherung. Foto: Daniel Mader.
Im unteren Wandteil hatte es sehr viel Schnee, was mich extrem viel Kraft gekostet hat. Dafür waren die Bedingungen ab dem 'Schwierigen Riss' nahezu perfekt. Die technisch anspruchsvollen Passagen waren sehr trocken und ohne Handschuhe gut kletterbar.
Fabelzeit am Eiger: Ueli Steck. Video von www.youtube.com.
Schlussendlich beträgt die neue Bestzeit 2 Stunden, 47 Minuten und 33 Sekunden. Zum Glück haben mich meine zwei Helfer am Wandfuß genau beobachtet und haben mir auf dem Gipfel die Zeit bestätigt."