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Online-Extra zum großen Interview in ALPIN 04/2007

Alexander Huber: "Das Warten auf den Morgen ist elend..."

19.03.2006 09:29:56
Am 22. März ist es soweit: Die Huaberbuam kommen mit dem Streifen "Am Limit" ins Kino. Einen Tag vorher präsentieren wir Ihnen in unserem April-Heft ein spannendes und ausführliches Interview mit Alexander Huber. Dirk von Nayhauß hat den Berchtesgadener - wie zuvor schon Bruder Thomas - für die Serie EXTREM EHRLICH interviewt. Ab 21.03. am Kiosk! Auf alpin.de präsentieren wir Ihnen exklusiv weitere Antworten von Alexander Huber.
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EXTREM EHRLICH: Alexander Huber. Foto: von Nayhauß.
ALPIN: Du bist bekannt für Deine psychische Stärke. Verlässt Dich Dein starker Wille auch manchmal?
Alexander Huber: Saukalte Biwaks wie auf dem Gipfel des Cerro Torre finde ich furchtbar. Oder im Winter ohne jegliche Ausrüstung in der Matterhorn-Nordwand, das war sicher das härteste Biwak. So eine durchfrorene Nacht kostet mich verdammt viel Kraft. Und dieses Warten auf den Morgen, das ist unheimlich elend.

ALPIN: Hatte Euch schlechtes Wetter überrascht?
Alexander Huber: Nein, überraschend musste ich noch nie biwakieren, aber bei bestimmten Begehungen weiß ich vorher, das eine Übernachtung nötig sein könnte. Dann nehme ich zusätzlich eine dicke Faserpelzjacke mit und standardmäßig den Biwaksack.

ALPIN: Ein guter Daunenschlafsack wiegt doch nur ein Kilo.
Alexander Huber: Den musst du auch schleppen.
Kleine Fotogalerie zu Alexander Huber
ALPIN: Ist aber gefährlich.
Alexander Huber: Nein, du überstehst das Biwak schon.

ALPIN: Du kämpfst dagegen, dass viele klassischen Routen der Alpen mit Bohrhaken versichert werden.

Alexander Huber in Aktion. Quelle: www.youtube.com.
Alexander Huber: Damit wird die Vielfalt des Kletterns zerstört. Es wäre schön, wenn es ein Nebeneinander von klassischen Routen und Plaisirklettereien geben würde. Aber das Plaisir-Lager gibt sich leider nicht damit zufrieden. Sie werden erst dann aufhören, wenn auch die letzte lohnende Wand der Alpen nach ihrem Standard eingebohrt ist. Und erst dann werden die alpinen Vereine merken, dass der Alpinismus in den Alpen tot ist.

ALPIN: Als Profi-Bergsteiger musst Du immer wieder Höchstleistungen erbringen. Bist Du deswegen 2002 free solo die Direttissima an der Großen Zinne geklettert?
Alexander Huber: Ein Leichtathlet, der bei den Olympischen Spielen antritt, denkt zu allerst an nicht anderes als an den sportlichen Erfolg, an den Olympiasieg. Gelingt ihm dass, wird er später natürlich versuchen, von seinen Erfolg leben zu können. So ist es beim Bergsteigen auch.

ALPIN: Genießt Du die Bewunderung der Zuschauer?
Alexander Huber: Thomas und ich sind bei den Vorträgen mittlerweile sehr erfolgreich. Es ist einfach toll, wenn 500 oder 1000 begeisterte Leute im Saal sitzen. Aber wenn mich einer auf der Straße anspricht, davon profitiere ich nicht. Stört mich nicht, aber ich brauche das auch nicht für mein Ego. Auf dem Cover einer Zeitschrift sehe ich mich dagegen gern, das ist das Produkt meiner Arbeit. Wenn ich das nicht wollte, hätte ich den Beruf verfehlt.

Die Fragen stellte Dirk von Nayhauß.

Das ganze ehrliche Interview mit Alexander Huber in voller Länge finden Sie in ALPIN 04/2007, das ab 21. März am Kiosk erhältlich ist.
Kleine Fotogalerie zu Alexander Huber
Weitere Informationen zu Alexander Huber:
www.huberbuam.de



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Ueli Steck: "Bin nicht anders als alle anderen auf dieser Welt"
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Thomas Huber: "Zweifeln darfst du nicht!"


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