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David Göttler im Aufstieg in der Lhotse-Flanke (c: Ralf Dujmovits).
Aufstieg zum Lhotse
Am gelben Band (c: R. Dujmovits).
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Am 18. Mai waren wir wieder in der Lhotse-Flanke im Aufstieg zum Platz vom üblichen Lager III. Immer wieder genieße ich den Blick aus 7350 durchs Western Cwm hinaus auf die liebgewordenen Grenzberge zwischen Nepal und Tibet: die beiden 8000er Shisha Pangma und Cho Oyu, dazu Gyachung Kang, Pumori und viele andere. Wir hatten einen unwirklichen Sonnenuntergang, danach Kälte und Schlafsack.
Letztes Biwak
Letztes Biwak auf 7850 m (c: R.Dujmovits).
Gerlinde war voraus gestiegen, um einen Platz für unser letztes Biwak zu erkunden. An der Stelle, wo wir letztes Jahr waren, gab es dieses Jahr fast nur Blankeis, und damit mussten wir etwas weiter oben in Steinschlag-Deckung einiger Felsen unsere Zelt-Plattform aus Firn und Eis aushacken.
Auf 7850 m standen letztlich unsere kleinen Zelte etwas windschief am Hang. Über unser mitgebrachtes Satelliten-Telefon telefonierte ich nochmals mit Karl Gabl, der uns nach wie vor gutes Wetter bestätigte. Zwar mit etwas höheren Windgeschwindigkeiten als zunächst erwartet, aber immer noch gut brauchbar.
Jetzt gilt es
Tiefblick in die Gipfelrinne (c: R. Dujmovits).
Gemeinsam auf dem Gipfel
Gerlinde und Ralf am Beginn der Aufstiegsrinne (c: Xavi Arias).
Ein unglaublich erhebender Augenblick dort oben gemeinsam ankommen zu dürfen. Und die Ausblicke, die ich mir schon immer ein Mal gewünscht hatte sehen zu können, nun gemeinsam genießen zu können: der filigran überwechtete und mit Eistürmen besetzte Verbindungsgrat von Lhotse zu Nuptse, der schier unwirklich aussehende und !!unmögliche!! Verbindungsgrat zwischen Lhotse und dem Lhotse-Middle. Der um wenige Meter niedrigere, schwarz-rote Gigant Makalu und dahinter ganz im Osten der fünfgipfelige Kangchendzönga. Und 180° weiter - quasi zum Greifen nah: der Everest im Westen. So schön! Nur eisigkalt und zu windig um länger auf die anderen warten zu können.
Abstieg ohne Probleme
Gipfelgrat des Lhotse (c: G.Kaltenbrunner).
Weitere Pläne
Physisch konnte ich jetzt die Gipfel aller 14 8000er erreichen - den Mt. Everest 1992 in jungen Jahren noch mit Zusatzsauerstoff. D.h. ich werde dem Everest sicher nochmals einen Besuch abstatten um am höchsten Ende der Erde auch noch "oben ohne" gestanden zu haben. Wann das sein wird und über welche Route ist noch offen - erst mal geht meine Frau Gerlinde in 14 Tagen zum K2, alles andere entscheiden wir danach.
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Nun möchte ich mich verabschieden, allerdings nicht ohne wie immer meinen Sponsoren zu danken. Sie erlauben es mir, - wie dieses Mal - dass ich auch mal 16 Tage schlechtes Wetter im Basislager ausharren kann oder immer wieder zu neuen Zielen aufbrechen zu können:
Bedanken darf ich mich bei der R+V Versicherung, bei den Firmen Schöffel, Lowa, GoreTex und Komperdell. Danke auch an alle Freunde und Interessenten und an alle, die uns die letzten Tage und Wochen die Daumen gehalten haben!
Beste Grüße Ralf Dujmovits
Weitere Informationen:
www.gerlinde-kaltenbrunner.at
www.amical.de
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