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Fotogalerie 24 Stunden Bergans-ALPIN Abenteuer
Die Vorbereitung auf die Tour gibt es quasi nicht. Das muss mit dem Grad Fitness gehen, der dauerhaft da ist, mehr lässt die Zeit nicht zu.
Und dann? Irgendwann gegen vier Uhr morgens torkele ich nur noch den Anstieg zur Plumsjochhütte im Karwendel hinauf. Ich bin müde, verdammt müde. Der Weg ist einfach, die Konzentration der letzten Stunden nicht mehr nötig, das nützt die Müdigkeit hinterhältig aus.
Selbst der langsam hereinbrechende Tag schafft es nicht, mich wirklich wach zu halten. Winzige Kiesel werden zu Stolpersteinen. Nur gut, dass es den anderen nicht besser geht. Geredet wird quasi gar nicht mehr, jeder trottet vor sich hin.
Erst der extra starke Kaffee auf der Plumsjochhütte weckt meine Lebensgeister ein wenig. Einige Teilnehmer nützen die kurze Pause für ein Minimum an Schlaf. Ich lass mich in der Zeit lieber für den Abstieg fit machen. Das ist Nicos Job, er ist Physiotherapeut. Mit wenigen Griffen hat er das verklemmt ISG-Gelenk wieder gängig gemacht. Fast fühle ich mich wie beim Start vor gut 21 Stunden.
Begonnen haben die 24 Stunden nämlich am Samstag um 10 Uhr am Sylvensteinspeicher. Erster Programmpunkt: Aufbau der Ally Faltkanus. Dann eine Runde mit den Kanus am Sylvensteinspeicher, um ohne große Pause in die Trekkingschuhe zu springen und mit der Wanderung zu beginnen.
Die 24-Stunden Aktion war ja von Beginn an nicht als reine Wanderung geplant. Es sollte eine Aktion werden, die mehrere Sportarten sinnvoll miteinander verbindet.
Wir entschieden uns in der Organisationsphase für Kanu, Bike und Wandern. Wobei ganz klar war, dass wandern den Löwenanteil der Stunden einnehmen würde.
Das Wetter zeigte sich gnädig, die Temperaturen für den ersten Anstieg in Richtung Schafreuther und Tölzer Hütte waren warm aber nicht heiß, es war trocken. Im Laufe des Abends klarte der Himmel ganz auf und der Vollmond sorgte zumindest für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Der Abstieg in Richtung Rissbachtal war äußerst unangenehm und anstrengend. Jeder war froh als wir im Tal unsere top eingestellten Rädern entgegen nehmen und zu den Hagelhütten radeln konnten.
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Ab da begann dann der lange Weg des Leidens. Nicht wegen Erschöpfung sondern wegen Müdigkeit. Die war erst endgültig besiegt, als wir nach exakt 23 Stunden und 41 Minuten am Start-Ziel Punkt ins kühle Wasser des Sylvensteinspeichers springen konnten. Das war zwar um 19 Minuten schneller als von Alex Römer geplant war, dem Führer von Hauser, die für die Durchführung der Tour verantwortlich waren. Aber man kann ja nicht im Vorfeld einer so ungewöhnlichen Tour wissen, dass man eine so fitte Truppe hat.
Text: Olaf Perwitzschky
Bilder: Birgit Gelder
Danke an:
- Hauser für die perfekt Planung und Durchführung
- Kanutrekking Grabscheid dafür, dass wir nicht übers Wasser gehen mussten
- Chiemgau-Biking für die top eingestellten Leihräder
- Bergans für die Initiation der ganzen Aktion
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