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In der Schweiz sterben vier Alpinisten

Bergunfälle fordern mindestens neun Todesopfer

20.07.2010 11:22:03
In den vergangenen Tagen kamen bei Bergunfällen in den Alpen mindestens neun Menschen ums Leben, darunter auch zwei Deutsche. Glück hatten zwei deutsche Bergsteiger im Gebiet des Steinernen Meeres im Pinzgau. Die beiden wurden von einem Gewitter überrascht, verirrten sich, konnten jedoch unverletzt geborgen werden.
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Viel zu tun: Rettungskräfte waren in den vergangenen Tagen vermehrt im Einsatz. Bild: dpa.
In den Ammergauer Alpen brach ein 51-jähriger Urlauber am Mittwoch zu einer Bergtour auf. Als er am Donnerstag noch nicht zurückgekehrt war, informierte seine Pensionswirtin die Rettungskräfte, die das Auto des Mannes aus Nordrhein-Westfalen in der Nähe der Notkarspitze (1889 m) bei Ettal entdeckten. Daraufhin starteten zwei Hubschrauber, um nach dem Vermissten zu suchen. Schließlich fand man die Leiche in einem Graben auf 1340 Meter Höhe. Der 51-Jährige war in Felsgelände 25 Meter tief gestürzt, berichtete die Polizei Oberammergau.

Ebenfalls durch einen Sturz in die Tiefe starb am Montag ein 48-jähriger deutscher Bergsteiger im Mont-Blanc-Massiv. Der Unfall ereignete sich in 3000 Metern Höhe an dem Moine-Berggrat. Der Mann wurde schwer verletzt ins Krankenhaus von Chamonix eingeliefert, wo er verstarb.

Verirrte deutsche Bergsteiger im Gebiet des Steinernen Meeres gerettet

Glück hatten zwei deutsche Bergsteiger im Gebiet des Steinernen Meeres im Pinzgau: Ein 55-jähriger Mann und seine 53-jährige Begleiterin wurden am Donnerstagabend von einem Gewitter überrascht. Dabei kamen die Beiden vom Weg ab, gerieten in den Südanstieg des Breithornes (2504m), wo sie sich verstiegen und in Bergnot gerieten. Einsatzkräfte brachten die beiden Deutschen gegen 20 Uhr unverletzt mit einem Helikopter in Sicherheit.

Bei Bergunfällen in der Schweiz sterben vier Alpinisten

Am Mittwoch starben zwei tschechische Bergsteiger auf einer Bergtour am Mönch. Das Unglück ereignete sich auf dem Rückweg vom Gipfel in Richtung Jungfraujoch. Nach den Erkenntnissen der Rettungskräfte stürzte einer der Männer auf der Südseite des Mönchs ab. Wenig später rutschte auch sein Begleiter aus. Zunächst konnte nur einer der beiden tot geborgen werden.

Am Piz Palü im Bündnerland wurde am Donnerstag ein italienisches Ehepaar leblos im Seil hängend zufällig von einer Mannschaft der Rettungsflugwacht Rega entdeckt. Die beiden waren anscheinend am Mittwoch ausgerutscht und dann über Schnee und schroffe Felsen gestürzt.

Am Montagmorgen sind bei einem Bergunfall am Liskamm zwei italienische Alpinisten ums Leben gekommen. Die Bergsteiger hatten am Morgen die Capanna Gnifetti (Italien) verlassen, um den Liskamm zu besteigen. Nach ersten Ermittlungen hätten sich die beiden Männer gegen 8:45 Uhr auf knapp 4500 Meter befunden, als sie 900 Meter in die Nordflanke des Liskamm stürzten.

Ein ebenfalls tödlicher Bergunfall hatte sich am Sonnntag ereignet. Ein 51-jähriger Franzose bestieg im Alleingang die Grande Dent de Veisivi in der Nähe von Evolène VS. Für den Abstieg entschied sich der Mann für eine andere Route. Gegen 12.30 Uhr stürzte er aus noch unbekannten Gründen ab und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Quelle: dpa


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20.07.2010 11:22:03
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