Ai Weiwei gilt als einer der wichtigsten regimekritischen Künstler Chinas. Immer wieder macht er mit spektakulären Aktionen auf Missstände in der Volksrepublik aufmerksam. Am vergangenen Wochenende ließ Ai Weiwei einen großen Felsbrocken in der Gipfelregion des 2995 Meter hohen Dachstein installieren. Protestiert werden soll damit gegen Mängel im Bauwesen Chinas, die Tausenden während des großen Erdbebens 2008 das Leben kosteten.
Schwere Fracht: Ein Hubschrauber transportiert den Felsbrocken in die Dachstein-Gipfelregion. Bild: dpa.
Der vier Tonnen schwere Felsbrocken wurde mit dem Hubschrauber in fast 3000 Meter Höhe geflogen. Er stammt aus der chinesischen Provinz Sichuan und soll sich dort im Mai 2008 bei dem verheerenden Erdbeben gelöst haben.
Damals wurden mehrere tausend Kinder und Jugendliche in ihren wie Pappkartons zusammengefallenen Schulen getötet.
Der Österreichische Alpenverein hatte mitgeteilt, dass zahlreiche Protestschreiben gegen die Aktion bei ihm eingegangen seien. Darin würden "hochalpine Gipfelinszenierungen" kritisiert.
Quelle: dpa
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