- Anzeige -

- Anzeige -
www.alpin.de


- Anzeige -

Video der Woche
Video abspielen

- Anzeige -

Zum Lawinenlagebericht Bayern Zum Lawinenlagebericht Bayern ALL: Allgäuer Alpen AMM: Ammergauer Alpen WFK: Werdenfelser Alpen BVA: Bayerische Voralpen CHG: Chiemgauer Alpen BGD: Berchtesgadener Alpen Zum Lawinenlagebericht Bayern
Toolbar
Seite versenden Sitemap
Bergsteigerin erfriert am Fuß der Wildspitze

Wintereinbruch fordert Tote

01.09.2010 09:44:05
Der Regenmonat August überraschte Bergwanderer in vielen Alpengebieten zu seinem Ende hin mit einem handfesten Wintereinbruch. Wie der Deutsche Wetterdienst in München mitteilte, sei die Schneefallgrenze wegen der niedrigen Temperaturen am vergangenen Dienstag auf 1300 Meter gefallen. Dies wurde auch einer Bergsteigergruppe aus Brandenburg zum Verhängnis.In dichtem Schneetreiben verloren sie nahe der Wildspitze die Orientierung und blieben im hüfthohem Schnee stecken. Eine Frau starb an Unterkühlung und Erschöpfung.
- Anzeige -

Kalt erwischt: Neuschnee auf der Zugspitze (Foto: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG).
Wie die Polizei berichtete, war die Brandenburgerin mit fünf anderen Bergsteigern zwischen 25 und 55 Jahren am Montagabend an der Wildspitze (3770m) in der Nähe von Sölden unterwegs. Dabei sei die Gruppe in die Dunkelheit und dichtes Schneetreiben gekommen. Sie verirrten sich und setzten in der Nacht einen Notruf ab. Die Bergretter kämpften sich zu Fuß stundenlang durch das Schneetreiben zu den Deutschen durch.

"Es waren so richtig winterliche Bedingungen, der Schnee hat von Meter zu Meter zugenommen", sagte Bergretter Josef Fiegl dem ORF Radio. Gegen zehn Uhr morgens hatten die Retter dann alle verirrten Bergsteiger gefunden. Die Frau war in der Nacht mit 70 Zentimetern Neuschnee an Erschöpfung und Unterkühlung gestorben.

Wegen des weiterhin schlechten Wetters brachte die Bergwacht die Überlebenden zunächst zu einer Hütte. "Sie sind physisch sehr gut beisammen, aber natürlich psychisch sind sie sehr mitgenommen", sagte Fiegl. Im Laufe des Dienstags stiegen sie dann ins Tal ab.

Ein Hubschrauber soll die Leiche bergen, sobald sich das Wetter bessert. Warum die Urlauber erst spät nach Mitternacht - als sie bereits tief im Schnee steckten - die Retter alarmierten, ist noch unklar.

Auch in Bayerischen Alpen erster Schneefall

In den bayerischen Alpen hat es bis in mittlere Lagen hinunter geschneit. Wegen der niedrigen Temperaturen sei die Schneefallgrenze in der Nacht zum Dienstag auf 1300 Meter gesunken, teilte der Deutsche Wetterdienst in München mit. "Dass es im August so weit runter schneit, ist ungewöhnlich. Für die Jahreszeit ist es deutlich zu kalt", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes.

Liegen geblieben sei der Schnee allerdings nur oberhalb von etwa 1800 Meter. Auf der 2962 Meter hohen Zugspitze fielen über Nacht rund 55 Zentimeter Neuschnee. Das Weiß auf den Berggipfeln wird sich nach den Prognosen der Experten aber nicht lange halten. Bereits von Mittwoch an sollen die Temperaturen langsam ansteigen. In der kommenden Woche soll es dann deutlich wärmer werden.

Quelle: DPA / Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG




Alle auf alpin.de veröffentlichten News finden Sie hier.


- Anzeige -

01.09.2010 09:44:05
Sitemap Drucken Versenden


04.02.2012 08:29:50