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US-Outdoor-Konzern = The Lost Face"?

Kampagne gegen The North Face

20.12.2012 15:26:36
Die Weihnachtszeit ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Für Gänse sicherlich nicht, zählt der Vogel doch zu den Lieblings-Weihnachtsgerichten der Deutschen. Vielen Gänsen geht es aber auch während des Rests des Jahres richtig schlecht. Vor allem denjenigen, die ihr Leben in Stopfmast verbringen müssen. Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" hat den Outdoor-Hersteller "The North Face" angeklagt, seine Produkte mit Daunen aus dieser tierquälerischen Mast herzustellen. Wir haben beim US-Konzern um ein Statement gebeten.
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The North Face = The Lost Face?
Vor wenigen Tagen erreichte uns diese Pressemeldung der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten":

"Vier Pfoten" startet eine neue Kampagne gegen Daunen aus tierquälerischer Stopfmast in den Produkten des Outdoorbekleidung-Herstellers "The North Face". Unter dem Motto "The North Face = The Lost Face" hat die Tierschutzorganisation das Logo von "The North Face" verfremdet. Statt drei weißer Streifen auf rotem Hintergrund zeigt das verfremdete Logo nun eine Gans, die brutal am Hals gehalten wird. Gleichzeitig hat "Vier Pfoten" in München und Hamburg einen Protest mit "gesichtslosen" Aktivisten durchgeführt, bei denen die Demonstranten eine schwarze Box über ihre Köpfe gestülpt hatten. Die Aktionen sollen laut "Vier Pfoten" zeigen, dass die Bekleidungsmarke ihr Gesicht verloren hat. "Vier Pfoten" fordert The North Face dazu auf, Produkte mit tierquälerisch produzierten Daunen umgehend aus dem Programm zu nehmen.

"The North Face hat sich inzwischen bei Outdoor-Freunden absolut unseriös gemacht. Wer seine Produkte mit einem grünen Öko-Image bewirbt und gleichzeitig brutale Tierquälerei fördert, begeht Verbrauchertäuschung", sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von "Vier Pfoten" . In der Stopfmast leiden Millionen Gänse; mehrmals täglich werden sie mit Gewalt gestopft, bis ihre Leber völlig verfettet und bis auf das Zehnfache angeschwollen ist. Die Tiere werden durch die Zwangsmast todkrank, manche sterben noch während der Mast an Atemnot, Organversagen oder Verletzungen. Nicht umsonst ist diese Tierquälerei in vielen Ländern verboten - auch in Deutschland. "Vier Pfoten" bittet Konsumenten, keine Jacken oder andere Produkte mit Daunenfüllung zu kaufen. Weitere Informationen für interessierte Verbraucher stehen auf www.vier-pfoten.de/kampagnen/nutztiere/gaense-enten/was-sie-tun-koennen bereit."



Wir haben uns an "The North Face" gewandt und um ein Statement bezüglich der erhobenen Vorwürfe gebeten. Auch dieses können Sie im Wortlaut nachlesen:

"The North Face setzt sich engagiert für einen ethischen Umgang mit den Tieren ein, von denen wir Materialien für unsere Produkte gewinnen. Die Zwangsernährung (Stopfen) von Gänsen heißen wir ebenso wenig gut wie das Rupfen lebender Tiere. Die Daunen, die wir in unseren Outdoor-Produkten verarbeiten, werden zum größten Teil als Nebenprodukt von Gänsen gewonnen, die im Rahmen der Fleisch- und Leberproduktion von der Lebensmittelindustrie gezüchtet werden. Auch wenn wir kein wirtschaftlicher Antriebsmotor für Gänsefarmen sind, haben wir es uns zum Ziel gesetzt, bis 2014 keine Daunen mehr zu verwenden, die von gestopften oder lebend gerupften Gänsen stammen.

Gegenwärtig prüfen wir unsere bestehende Lieferkette darauf, wie mit den Tieren umgegangen wird. Außerdem sind wir dabei, neue Lieferquellen für Gänsedaunen zu ermitteln, die nicht als Nebenprodukt von Betrieben stammen, die Gänse stopfen oder lebend rupfen. Zu diesem Zweck schließen wir gerade eine Partnerschaft mit einer unabhängigen Zertifizierungsstelle, mit deren Mitwirken wir lückenlose Tierschutz-Richtlinien mit besonderem Augenmerk auf Daunen aufstellen werden. Gemeinsam mit ausgewählten Partnern, Branchenführern und Tierschutzorganisationen möchten wir sicherstellen, dass diese Richtlinien umfassend sind und alle tierischen Materialien abdecken, die in Produkten von The North Face zum Einsatz kommen. Unsere Lieferanten werden dann dazu verpflichtet, die Richtlinien zu befolgen. Um die Einhaltung der Richtlinien zu prüfen und zweifelsfrei sicherzustellen, werden wir ein Kontrollverfahren mit unabhängigen Prüfern einführen.

The North Face ist überzeugt, dass wir die Praktiken des Stopfens und des Rupfens lebendiger Tiere in unserer Lieferkette ausschließen können, indem wir neue, ethisch besser vertretbare Quellen für Gänsedaunen finden, unsere neuen Tierschutzrichtlinien umsetzen und für mehr Transparenz innerhalb unserer Lieferkette sorgen. Darüber hinaus hoffen wir, dass unsere Initiative einen positiven Impuls für ethischere Praktiken bei der Materialbeschaffung in der gesamten Outdoor-Branche setzt."


Weitere Informationen zum Thema auf alpin.de:
Down Codex von Mountain Equipment: Kein Leid für Daune!

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20.12.2012 15:26:36
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