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Millet Cruise PWS Jacket

09.11.2011 09:45:23
Millet hat zur Herbst-Wintersaison 2011/12 mit dem "Cruise PWS Jacket" den Nachfolger seines Softshell-Bestsellers "Super Touring Jacket" auf den Markt gebracht. Während die Franzosen in Punkto Material weiterhin auf Polartec Power Shield setzen, wurden Schnitt und Ausstattung einem deutlichen Update unterzogen. Zum Leidwesen vieler Käufer leider auch der Preis.
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Cruise PWS Jacket von Millet (Foto: Millet.
Mit dem Touring Jacket und dessen Nachfolger, dem Super Touring Jacket, konnte Millet zwei echte Volltreffer landen. Bei Produkttests heimsten die Softshells regelmäßig Bestnoten ein und mutierten zu absoluten Bestsellern im Sortiment der traditionsreichen Bergsportmarke. Eine Erfolgsgeschichte, die man nur zu gerne mit dem neuen "Cruise PWS Jacket" fortsetzen möchte. Wie bei den Vorgängermodellen verarbeiten die Franzosen auch bei der Cruise Jacket Power Shield Lightweight als Material.

Material

Der Stoff aus dem Hause Polartec zeichnet sich durch seine Abriebfestigkeit, gute Elastizität und eine sehr angenehme Haptik aus. Ähnlich wie Windstopper Softshell von Gore ist auch Power Shield ein Membran-Laminat. Während Gore auf eine 100% winddichte Version setzt, geht Mitbewerber Polartec mit Power Shield einen etwas anderen Weg: Zwei Prozent der Membran sind luftdurchlässig und sollen somit für eine bessere Atmungsaktivität sorgen. Allerdings bedeutet dies auch leichte Abstriche iin puncto Regenschutz zu Gunsten eines angenehmeren Klimas. Für Wärme sorgt ein dünnes Fleecefutter. So weit die bekannten Koordinaten, Polartec Power Shield ist ja nun auch schon ein paar Jahre auf dem Markt.

In der Praxis

Nun zur Praxis. Millet bewirbt das Cruise Jacket als perfekte Skitouren-Softshell. Aus Ermangelung an Schnee wurde die Jacke einfach vier Wochen lang bei der täglichen Fahrt ins Büro getestet. Nicht mit dem Auto, sondern mit dem Rad wohlgemerkt. Verschärftes Fahrtempo mit Rucksack und einem Baselayer als erster Schicht vorausgesetzt, können so durchaus adäquate Testbedingungen "erzeugt" werden. Macht unter dem Strich knapp 400 Kilometer bei Wind und Wetter.

Klimakomfort

Je niedriger die Temperaturen und je größer die Anstrengung, umso besser schlägt sich das Cruise Jacket. Das Material atmet - trotz Membran - ausgesprochen gut, bietet gleichzeitig aber nahezu vollen Windschutz. Steigen Temperatur und körperliche Anstrengung bieten die drei mit Netzfutter hinterlegten Taschen der Millet Softshell zusätzliche Belüftungsmöglichkeiten. Vor allem über die riesige Brusttasche mit ihrem über 30 Zentimeter langen Reißverschluss kann effektiv Dampf ab- und frische Luft reingelassen werden. Das kühlt vor allem die linke Hälfte des Oberkörpers. Warum Millet auf eine zweite Brusttasche rechts verzichtet hat, bleibt unter dem Gesichtspunkt Klimakomfort etwas schleierhaft.

Klasse Allrounder: Das Cruise PWS Jacket von Millet (Foto: Wolfgang Dengler).
Ausstattung und Wetterschutz

In puncto Stauraum reichen die drei vorhanden Taschen der Cruise Jacket völlig aus, ja, das Platzangebot ist eigentlich kaum noch zu übertreffen. Handschuhe und Mütze finden schnell in der Brusttasche Platz, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Die Öffnungen der beiden Seitentaschen sind ehrheblich kleiner, so dass sie in erster Linie als Handwärmer genutzt werden dürften. Für einmal frostig gewordene Finger ist das allerdings nichts, da die Taschen nicht gefüttert, sondern, wie bereits erwähnt, mit Netzfutter hinterlegt sind.

Für Überraschung sorgen die Zipper, die unglaublich gut laufen. Ein eng anliegender hoher Kragen (bis unter die Nasenspitze) und die sehr gut einstellbare Kapuze bieten sehr guten Schutz vor Wind. Letztere fällt sogar einen Tick größer aus als beim Vorgängermodell, ist aber dennoch nicht helmkompatibel. Der Kapuzenschirm hätte hingegen ruhig etwas größer ausfallen dürfen.

Schnitt und Tragekomfort

A propos Größe: Millet fällt - wie manch berühmter Franzose auch - recht klein aus. Wer zwischen zwei Größen steht, sollte unbedingt zur Größeren greifen. Hat man dies berücksichtigt, bietet das Cruise Jacket hervorragende Bewegungsfreiheit. Nichts spannt oder zwickt. Dank verlängerter Ärmel bleiben auch die Arme geschützt, die Bündchen können mit Klettverschluss dicht abgeschlossen werden. Ebenso der Saum. Hierfür sorgt die problemlos funktionierende Einhandregulierung. Ärmel und Saum bleiben an ihrem Platz, nichts rutscht.

Fazit

Das Cruise Jacket von Millet hat das Zeug, seinem erfolgreichen Vorgänger, dem Super Touring Jacket, den Rang abzulaufen. Die Taschenanordnung ist durchdachter, die Belüftungsmöglichkeiten sind effektiver, die Kapuze ist etwas größer, der Schnitt weitaus besser. Zusammen mit dem relativ niedrigen Gewicht (470gr / L), dem kleinen Packmaß und dem gut atmenden, widerstandsfähigen Material ergibt sich eine ausgezeichnete Allround-Softshell für viele Einsatzbereiche zwischen September und April.

Wer "die eine" Softshell für fast alles sucht, könnte bei dem Cruise Jacket fündig werden. Bleibt nur der Preis. Mit 279,95 Euro toppt der Neuling auch hier seinen Vorgänger.

Text und Foto: Wolfgang Dengler
Weitere Informationen: www.millet.fr
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09.11.2011 09:45:23
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